Durchfall beim Hund

So kannst du deinem Hund helfen

Mein Hund hat Durchfall

Durchfall beim Hund kennen wohl die meisten Hundehalter unter uns. Im Leben eines Hundes kommt es immer mal wieder vor, dass er sich den Magen verdirbt oder aufgrund einer Krankheit Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt bekommt. Was du zu Hause tun kannst, wenn dein Hund Durchfall hat und ab wann du ihn unbedingt dem Tierarzt vorstellen solltest, erfährst du hier.

Durchfall kann beim Hund verschiedene Ursachen und Arten haben. Es ist wichtig, die Unterschiede zu kennen, um einschätzen zu können, ob und wann du deinen Hund dem Tierarzt vorstellen solltest.

So erkennst du Durchfall beim Hund

Die Antwort auf diese Frage ist einfach: Durchfall ist aufgrund seines höheren Wassergehaltes weich, breiig bis hin zu wässrig und kann auch schleimige oder blutige Spuren aufweisen. Der Durchfall an sich ist keine Erkrankung, sondern lediglich das Symptom. Es ist daher vor der Behandlung wichtig zu wissen, welche Krankheit die Probleme mit dem Verdauungstrakt auslöst.

Dünndarm-Durchfall

Ist ein Problem mit dem Dünndarm Auslöser für den Durchfall, setzt der Hund oft große Mengen Kot ab, kann den Durchfall aber noch kontrollieren. Er muss dann zwei- bis dreimal häufiger Kot absetzen. Dieser enthält oft teilweise unverdautes Futter, aber nur selten Schleim oder Blut.

Er geht häufig einher mit Erbrechen und einem Gewichtsverlust des Hundes. Nur selten hat der Hund Bauchschmerzen oder Blähungen und der Appetit kann unverändert sein, manchmal sogar höher. Es kann aber auch zu Appetitlosigkeit kommen.

Dickdarm-Durchfall

Kommt der Grund des Durchfalls aus dem Dickdarm, kann der Hund seinen Kotabsatz nicht mehr kontrollieren und muss ca. vier- bis sechsmal häufiger auf die Toilette. Bist du dann nicht schnell genug können auch Unfälle in der Wohnung passieren, was Hunden generell unangenehm ist. Also dann bitte nicht schimpfen.

Oft hat der Hund Schmerzen beim Kotabsatz und die normalen bis kleinen Häufchen (oder besser Pfützen?) zeigen Spuren von Blut oder Schleim. Betroffene Hunde zeigen einen normalen bis reduzierten Appetit, leiden aber seltener unter Gewichtsverlusten.

chronischer Durchfall

Dauert der Durchfall länger als 14 Tage an oder tritt in regelmäßigen Abständen auf, spricht man von chronischem Durchfall. Die Gründe hierfür sind zahlreich, deshalb solltest du hier unbedingt deinen Tierarzt zu Rate ziehen.

  • Futterallergien / Unverträglichkeiten
  • Vergiftungen
  • Arzneimittelunverträglichkeiten
  • Leber- und Nierenprobleme
  • Erkrankungen des Stoffwechsels
  • Virusinfektionen (z.B. Staupe)
  • Probleme mit der Bauchspeicheldrüse
  • bei Hündinnen: Gebärmuttervereiterung
  • Parasiten (z.B. Giardien oder Peitschenwürmer)
  • Stress
  • Futterumstellungen

Hausmittel gegen Durchfall beim Hund

Tritt der Durchfall bei deinem Hund akut auf, solltest du ihn zuerst auf eine Diät setzen bzw. Schonkost geben. Meistens tritt dann schnell eine Besserung ein, weil der Hund sich nur den Magen verdorben hat. Dann können auch folgende Hausmittel helfen:

  • Aktivkohle: Diese absorbiert Giftstoffe im Darm des Hundes und leitet sie aus. Kohletabletten gehören daher in jede Hausapotheke und sind eine gute Erste-Hilfe.Maßnahme. Bei Verdacht auf Vergiftungen solltest du allerdings umgehend zum Tierarzt fahren.
  • Moro´sche Möhrensuppe: 500g geschälte Möhren in einem Liter Wasser mind. eine Stunde lang kochen. Dann pürieren und mit Wasser zu einem Liter auffüllen. Dem Hund in kleinen Portionen über den Tag verteilt geben. Durch das lange Kochen bildet sich ein Zuckermolekül, das Bakterien bindet und daher wie ein natürliches Antibiotikum wirkt.
  • geriebener Apfel: In der Schale ist Pektin enthalten, das Wasser bindet und so die Konstitenz des Kots festigen kann. die ebenfalls enthaltenen löslichen Pflanzenfasern sind Nahrung für die guten Bakterien und helfen so der Darmflora.
  • Flohsamen: Diese enthalten jede Menge Balaststoffe, die Wasser aufsaugen. Flohsamen sind ideal zur Darmsanierung und Unterstützung der Darmflora.

Wann solltest du zum Tierarzt?

Wenn der Durchfall deines Hundes auch nach drei Tagen nicht besser geworden ist, sollte dein Tierarzt sich die Sache mal anschauen. Auch wenn dein Hund keinen Appetit hat, lustlos ist, an Gewicht verliert oder sogar Fieber hat, ist es besser, das tierärztlich abklären zu lassen.

Für diesen ist es wichtig, folgende Dinge zu wissen:

  • Wann trat der Durchfall das erste Mal auf?
  • Hat ein anderer Tierarzt bereits Untersuchungen eingeleitet?
  • Hat dein Hund Medikamente bekommen?
  • Gibt es eine Vorgeschichte oder Vorerkrankungen?
  • Warst du mit deinem Hund im Ausland?
  • Wie lange ist die letzte Wurmkur her?

Antibiotika stören die Darmflora

Auch wenn Antibiotika auf den ersten Blick als gute Behandlungsmöglichkeit für den Durchfall klingen, solltest du dies gemeinsam mit deinem Tierarzt genau überlegen. Eine gestörte Darmflora, wie sie beim Durchfall automatisch auftritt, wird durch Antibiotika zusätzlich belastet. Denn das Medikament bekämpft nicht nur schlechte Bakterien, sondern auch gute, was widerum die Darmflora angreift.

Darüber hinaus begünstigt eine nicht notwendige Antibiotika-Behandlung die Bildung resistenter Keime, die langfristig ein Risiko darstellen.

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