Zauber der Hundefotografie: 6 Tipps für schöne Hundefotos

*Werbung wegen Verlinkung* Schöne Fotos vom eigenen Hund zu machen ist manchmal gar nicht so einfach.Man hat einfach nicht das professionelle Equipment, Bearbeitungs-Software oder Erfahrungen im fotografieren von Hunden. Doch mit ein paar einfachen Tricks kannst auch du tolle Fotos von deinem Hund machen. Dafür haben wir uns Profi-Rat von Gastautoren und Hundefotografin Peggy von PN Fotografie geholt. Hier die sechs besten Tipps von ihr für schöne Hundefotos.

Eine Freundin sagte einmal zu mir: „Wenn du immer nur mit der Kamera durch die Gegend rennst, dann bekommst du ja gar nichts mehr mit von der Natur.“ Dem möchte ich hier einmal widersprechen.

Also, erstens, seitdem ich Hunde habe, bin ich überhaupt erst in der Natur unterwegs. Früher wäre es mir nicht im Traum eingefallen einen Spaziergang zu machen, schon gar nicht bei schlechtem Wetter. Warum auch?

Und zweitens, seit ich die Liebe zur Fotografie entdeckt habe, genauer gesagt, zur Hundefotografie, laufe ich mit viel offeneren Augen durch die Natur. Jedes Eckchen wird als mögliche „Location“ inspiziert, jede Verwandlung in der Natur, vor allem jetzt im Frühjahr, wo jedes sprießende Knöspchen willkommen geheißen wird, wird mit freudigen Augen wahrgenommen, denn so kommt Abwechslung und Jahreszeitenbezogenheit in die Bilder.

Zur Tierfotografie kam ich, wie die meisten, durch meine Hunde. Ich habe schon immer gerne „geknipst“, aber um die Hunde so einzufangen, wie sie wirklich sind, im Spiel, in der Bewegung, kam ich mit meiner Digitalkamera nicht weit.
Immer wieder bewunderte ich die professionellen Bilder auf Instagram und verstand die Welt nicht mehr. Warum konnte ich nicht auch so wunderschöne Fotos hinbekommen?

Eine Spiegelreflex-Kamera musste also her, sonst würde das nichts. Aber ob ich Lust hatte, so viele Einstellungen vorzunehmen und so eine schwere Kamera mit mir herumzuschleppen, da war ich mir gar nicht so sicher. Um dem ganzen Unterfangen eine Chance zu geben, kaufte ich erst einmal eine gebrauchte Kamera. Es war eine Canon 600 D, die ich für „nur“ ca. 200,- € erstehen konnte.

Stolz hielt ich meine neue Errungenschaft in den Händen und bemerkte ganz schnell, dass ich dadurch irgendwie auch nichts gewonnen hatte. Das passende Objektiv fehlte, denn nun setzte ich mich das erste Mal mit Belichtungszeiten, Blende, ISO, etc. auseinander. Mein Objektiv brachte nichts von dem zustande, was ich mir wünschte: Hund scharf, möglichst sogar in der Bewegung, Hintergrund unscharf.

Also, noch einmal tief in die Tasche greifen und ein neues Objektiv kaufen. Bald darauf zog mein erstes „gutes“ bei mir ein und eine große Leidenschaft begann. 1 ½ Jahre später und sicher, dass ich mein neues Hobby weiter ausbauen und möglichst auch irgendwann damit ein bisschen Geld damit verdienen wollte, kaufte ich mir dann eine richtig gute Kamera, die Sony Alpha 6500 und bin mittlerweile stolze Besitzerin von drei sehr guten Objektiven und einem Fotobearbeitungsprogramm. Denn so nach und nach kam ich dahinter, dass so gut wie niemand ein perfektes Foto mit seiner Kamera schießt, das dann auf Pinterest, Instagram, Facebook und wie sie alle heißen, die Menschen verzaubert und viral geht.

Alles FAKE!

Das war erstmal schwer zu schlucken für mich, die ich doch eher zu dem „natürlichen Typ Mensch“ gehöre. Wie, die lila Heide blühte gar nicht so schön lila? Wie, das Leuchten im Hintergrund durch die Baumwipfel kam gar nicht von der Sonne? Wie, die Augen des Hundes glänzten gar nicht so klar?

Ja, ich gebe es zu, heute bearbeite auch ich meine Bilder und es macht mir sogar riesigen Spaß, das Beste aus ihnen herauszuholen, aber… Für krasse Veränderungen und damit den Verlust der Natürlichkeit habe ich immer noch nicht viel übrig. Das sind für mich Gemälde, die wunderschön sind und wovon man sich mal eins in Groß über dem Sofa aufhängt, aber ich liebe es noch immer die Hunde in ihrem „Sein“ einzufangen und festzuhalten, deren Wesen zu zeigen und ihre Natürlichkeit hervorzuheben, gerne auch zusammen mit ihren Besitzern.

Und natürlich ist Gegenlicht im Sonnenuntergang kitschig, aber wenn es echt ist, dann ist es auch erlaubt.

Lange Rede kurzer Sinn, ich habe mir mal ein paar Tipps überlegt, damit auch du zu richtig guten Bildern von deinem Liebling kommen kannst, ohne gleich mehrere tausend Euro auszugeben.

Tipp 1: Mach deinen Hund hübsch

Ja, das ist so ein Punkt, an den ich mich auch selten halte. Das ist aber auch schwierig, wenn wir gemeinsam unterwegs sind und meine Hunde sich in jede Pfütze und jeden modrigen Bach werfen, den sie nur finden können. Aber im Allgemeinen stimmt es schon. Ist dein Hund sauber und schön gebürstet? Achte auf die Augen, die nicht tränen sollten, achte darauf, dass dein Hund möglichst ohne Leine und gerne auch ohne Halsband abgelichtet wird (es sei denn du hast ein besonders Halsband, was die Schönheit deines Hundes unterstreicht).

Copyright: www.pnfotografie.net

Tipp 2: Hintergrund

Der Hintergrund ist nicht unwesentlich, auch wenn du ihn unscharf hältst. Von wo kommt das Licht, welche Farben gibt es, ist da irgendwo ein Mülleimer im Bild (meine Spezialität ), wirkt der Hintergrund zu unruhig oder gar langweilig? Wächst da gerade ein Baum aus dem Kopf meines Hundes? Besonders schön wirkt es, wenn dein Hund von etwas eingerahmt ist, z.B. Bäumen, Sträuchern, Mauerwerk o.ä.

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Tipp 3: Perspektive

Begib dich auf die Ebene deines Hundes. In besonderen Fällen ist es süß, wenn du deinen Hund von oben fotografierst, wie er zu dir hochschaut, aber grundsätzlich gilt es, den Hund auf Augenhöhe abzulichten. Für mich hieß das immer, runter in die Hocke und den entgegenlaufenden Hund fotografieren… Das ist aber noch nicht ganz das, was den gewissen Unterschied ausmacht. Tatsächlich musst du noch eine Etage tiefer, also dich hinlegen und den Hund sozusagen ein kleines bisschen von unten einfangen. Damit wird sogar noch der Vordergrund unscharf und das macht oft den Zauber eines Bildes aus.

(Ein kleiner Tipp am Rande: Wenn du nicht auf den Boden möchtest, stelle deinen Hund erhöht auf einen Wall, eine Mauer, lege ihn auf eine Bank, fotografiere ihn auf einer Treppe…)

Und nicht vergessen, auch die Pfoten müssen mit auf´s Bild. Ich persönlich habe leider den Hang dazu, immer auf die Augen scharf zu stellen, was natürlich genau richtig und wichtig ist, aber dabei die Pfoten aus dem Blick zu verlieren.

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Tipp 4: Motivation

Bitte denke unbedingt daran, dass nicht jeder Hund Lust hat, ständig fotografiert zu werden. Hunde tun etwas gerne, wenn sie dafür belohnt werden. Also, eine Portion extra leckere Leckerlies ist da schon hilfreich, um den Hund dazu zu kriegen, schön in die Kamera zu schauen. Ein Quietschie oder ein Ball können auch eine hohe Motivation bedeuten, je nachdem, wie dein Hund gestrickt ist.

Immer mal wieder kürzere Fotosequenzen auf euren Spaziergängen sind besser, als eine lange. Das ist wie beim Hundtraining. Vor allem kommen so auch unterschiedliche Hintergründe zustande und du hast nachher eine variantenreichere Auswahl.

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Tipp 5: Assistenz

Das, was mir leider oft fehlt, ist eine zuverlässige helfende Hand. Es ist viel leichter, wenn du jemanden hast, der den Ball wirft, um den Hund in Bewegung zu setzen und du dich auf das Fotografieren konzentrieren kannst, als wenn du alles gleichzeitig und allein machen musst.

Auch das Kommando „Sitz“ und „Bleib“, was meine Hunde täglich üben müssen, damit ich sie in Ruhe fotografieren kann, funktioniert viel besser, wenn jemand mit einem Leckerlie in der Hand daneben steht (und nicht im Bild ist).

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Tipp 6: Licht

Das A & O in der Fotografie. Die schönsten und stimmungsvollsten Bilder entstehen bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang. Da ich leider ein absoluter Morgenmuffel bin, bekomme ich das Morgenlicht eher nicht so mit, aber eigentlich soll es das Beste sein. Abendstimmung ist natürlich auch wunderbar, das kennt jeder. In der Mittagssonne sollte man nicht unbedingt losziehen, die Bilder werden eher überlichtet und hart. Aber natürlich kann man auch im Schatten schöne Fotos machen.

Das Licht solltest du im Rücken haben und darauf achten, dass dein Model nicht geblendet wird und deshalb die Augen halb schließt. Seitenlicht kann auch sehr schön wirken, wenn es nicht zu grell rüberkommt und Gegenlichtaufnahmen sind natürlich sehr beliebt und romantisch. Hier musst du schauen, ob die Sonne direkt hinter deinem Hund ist, dann hast du sowas wie eine Silhouette, also der Hund ist nur als Scherenschnitt komplett schwarz zu sehen. Ist das Licht seichter, die Sonne neben dem Hund, z.B. durch das Geäst der Bäume, kann ein wundervolles Bokeh (verschwommener Hintergrund mit Lichtreflexen) entstehen.

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Ich habe mich bemüht hier Tipps zu geben, die allgemein gültig für jeden Kameratyp sind. Bewusst habe ich keine Kameraeinstellungshinweise gegeben, denn nicht jeder hat eine Spiegelreflex- oder Systemkamera. Viele sind „nur“ mit ihrem Handy unterwegs und die machen heutzutage ja auch echt gute Bilder.

Wenn du das möchtest, kann ich ja demnächst nochmal ein bisschen mehr in die Tiefe gehen. Dann lass es mich gerne wissen und stelle deine Fragen in den Kommentaren.

Vielen Dank an Peggy für die tollen Tipps, die ich gleich mal versuchen werden, umzusetzen. Peggy kann man übrigens auch buchen, wenn es mal richtig professionelle Fotos von deinem Hund sein sollen. Schau doch einfach mal auf ihrer Website oder bei Instagram vorbei. Und wenn der Beitrag dir gefallen hat, freuen wir uns, wenn du ihn mit anderen Hundefreunden teilst. Sharing is caring!

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