Gassi ohne Leine

5 Tipps, wie du dich auf deinen Hund im Freilauf verlassen kannst

Gassi ohne Leine

Gehörst du auch zu den Leuten, die sich nicht trauen, ihren Hund von der Leine zu lassen? Dabei ist es für Hunde oft so wichtig, sich auch mal frei bewegen und richtig austoben zu dürfen. Auch ohne die Leine kannst du unterwegs dafür sorgen, dass dein Hund sich an dir orientiert und ihr gemeinsam Spaß habt. Einige Tipps dazu findest du in diesem Artikel.

Zuerst einmal ist es natürlich wichtig, dass du deinen Hund nur von der Leine lässt, wenn es Situation und Umgebung erlauben. Wenn du weißt, dass dein Hund Jagdinstinkt hat oder sich in der Nähe eine stark befahrene Straße befindet, solltest du natürlich abwägen. In diesem Fall kannst du vielleicht erst einmal mit einer Schleppleine arbeiten und unsere Tipps ausprobieren.

1. Hörzeichen als "Fernsteuerung"

Hast du schon mal Hütehunde bei der Arbeit beobachtet? ich finde es faszinierend, wie sie anhand unterschiedlicher Pfiffe und Hörzeichen genau wissen, in welche Richtung sie die Herde treiben sollen. Das kannst du mit deinem Hund auch üben. Pfeifen muss nicht unbedingt immer nur das Kommando zum Rückruf sein. Lernt doch gemeinsam neue Hörzeichen, wie z.B. ein langgezogener Pfiff, der bedeutet, dass sich dein Hund hinsetzen soll. Oder ein Doppelpfiff für “Sitz”. Das Erlernen dieser Hörzeichen ist nicht nur für deinen Hund spannend. Auch du musst lernen, sehr genau mit den Pfiffen zu werden, damit du ihn nicht verwirrst. Und wie cool ist das denn bitte, wenn du deinen Hund auch über größere Entfernungen steuern kannst?

Übe den Pfiff zuerst mit weniger Distanz und nutze das Kommando oder Handzeichen, das dein Hund bereits kennt. Dazu wird der Pfiff direkt nach dem bekannten Kommando eingesetzt, bis der Hund beides miteinander verknüpft
hat. Nach und nach kannst du dann die Distanz zwischen euch ausweiten. Am besten eignet sich dafür eine Hundepfeife. Sie gibt zuverlässig denselben Ton von sich und funktioniert auch über eine größere Distanz.

2. Die Bedeutung des Rückrufs

Mal ehrlich, wann setzt du deinen Rückruf ein? Meistens ist das doch, wenn du Wild siehst, einen anderen Hund oder deinen Vierbeiner an die Leine nehmen willst, weil es jetzt nach Hause geht, oder? Der Rückruf ist für viele Hunde oft negativ besetzt, weil er fast nur ertönt, wenn du ihn von etwas abhalten möchtest, was ihm Spaß machen könnte. Im Lauf der Zeit neigen manche Hunde deshalb dazu, den Rückruf zu ignorieren oder sie schauen sich erst einmal um, was der Grund dafür sein könnte. Je nach Reiz entscheidet dein Hund dann vielleicht, dass er dich lieber ignoriert und das tut, was ihm mehr Spaß macht.

Ein guter Tipp ist deshalb, den Rückruf auch ab und zu mal grundlos einzusetzen. Allerdings sollte auch dann etwas Schönes für deinen Hund passieren. Wirf ein Leckerli für ihn, starte ein kurzes Spiel oder belohne deinen Hund mit einer kleinen Kuscheleinheit. So baust du auch Spannung auf und dein Hund wird immer gern zu dir zurück kommen.

3. Mach dich spannender als die Außenreize

Ist dein Hund mehr oder weniger sich selbst überlassen auf euren gemeinsamen Runden? Dann brauchst du dich nicht wundern, wenn für ihn alles andere spannender ist, als du. Nutze die gemeinsamen Spaziergänge für ein wenig Bindungsarbeit und achte unterwegs auf die Körpersprache deines Hundes. Mit ein bißchen Übung erkennst du schnell, wann dein Hund etwas so spannend findet, dass du besser eingreifen solltest. Wandert seine Nase in die Luft, die Körperhaltung versteift sich oder er fängt leise an zu fiepen, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dort ein Reiz ist, dem er gleich folgen könnte.

Wie schon bei Tipp Nr. 2 kannst du hier durch aktive Interaktion mit deiner Fellnase dafür sorgen, dass er dich spannender findet, als den Reiz. Spiele eine Runde mit ihm, eine kleine Rangelei oder ein feines Leckerli als Belohnung und wenn du das regelmäßig machst, wirst du es schaffen, den Impuls umzulenken.

4. Immer mit der Ruhe!

Viele Hundehalter lassen ihre Vierbeiner sofort losbrettern, sobald dir Leine ab ist. Das führt beim Hund natürlich zu einer Erwartungshaltung, die dafür sorgen kann, dass er nicht mehr ansprechbar und abrufbar ist, sobald der Karabiner sich vom Halsband gelöst hat. Sinnvoll ist es bei solchen Hunden, ein wenig Ruhe und Unaufgeregtheit in das Ritual des Ableinens zu bringen. Lass deinen Hund sitzen, mach die Leine ab, aber warte bis er dich anschaut und gib erst dann das Signal, dass er laufen darf. Du solltest ihn vielleicht auch nicht zu energetisch dazu auffordern, sondern einfach leise “Lauf” sagen und dann ruhig weitergehen. Aufregung und Anspannung ist keine gute Voraussetzung für einen entspannten Spaziergang.

5. Versteckspiele mit Zusatznutzen

Dieser Tipp eignet sich vor allem für junge Hunde, die gerade anfangen, ihren Entdeckergeist auszuleben. Bislang war dein Welpe auch unterwegs immer zuverlässig an deiner Seite, aber mit zunehmendem Alter werden andere Dinge für ihn interessanter? Nutze einen Moment wenn dein Hund unaufmerksam ist, um dich zu verstecken. Rufe ihn dann ein Mal und lass ihn nach dir suchen. Viele Junghunde sind zuerst erschreckt, wenn sie Herrchen oder Frauchen plötzlich nicht mehr sehen. Umso größer ist die Freude, wenn er dich gefunden hat. So lernt er, dich nicht aus dem Auge zu lassen und mehr auf dich zu achten.

Auch ältere Hunde haben in der Regel jede Menge Spaß an Versteckspielen. Besonders, wenn eine tolle Belohnung auf sie wartet in Form seines Lieblingsspiels oder eines Leckerlis. Aber auch deine pure Freude, dass er dich gefunden hat, wird ihn motivieren.

Darf dein Hund frei laufen?

Wie läuft es auf euren Gassirunden? Darf dein Hund sich ohne Leine frei bewegen oder traust du ihm nicht über den Weg und er muss die ganze Zeit angeleint sein? Was ist dein bester Tipp für eine bessere Bindung auf dem Spaziergang? Lass es uns wissen und schreib uns in die Kommentare. ♥

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So klappt der Spaziergang ohne Leine

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