Wenn du deinen Hund mit BARF fütterst oder für ihn kochst, ist es wichtig, dass du die Inhaltsstoffe kennst und weißt, wozu sie wichtig sind. Aber auch, wenn dein Hund fertiges Trocken- oder Nassfutter bekommt, lohnt sich dieses Wissen. Die wichtigsten Infos und einen groben Überblick über die häufigsten Fleischsorten im Hundefutter bekommst du hier.

Selber kochen für Hunde oder barfen?

Wenn du deinen Hund barfen oder selbst für ihn kochen möchtest, solltest du dir am besten von einem Ernährungsberater einen Futterplan erstellen lassen. Besonders bei Welpen, Junghunden, Hundesenioren und wenn dein Vierbeiner Krankheiten hat, sollte dieser Ernährungsplan regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls angepasst werden.

Mit Clean Feeding, also selber kochen für die Hunde, habe ich in den letzten zwei Jahren schon sehr gute Erfahrungen gemacht. Meine Hunde bekommen jeden Abend ihre Portion liebevoll selbstgemachtes Hundefutter und morgens entweder Nass- oder Trockenfutter. Wenn ich selber für sie koche, lieben sie das und sind super happy, nachdem sie ihre Portion gefuttert haben.

Mehr darüber erfährst du hier:
Buchtipp „Clean Feeding“
Selber kochen für Hunde?

Die Zusammenstellung der Mahlzeiten solltest du jedoch nicht auf die leichte Schulter nehmen. Gerade wenn dein Hund sich noch im Wachstum befindet, ist es extrem wichtig, dass er auch wirklich mit allen Nährstoffen versorgt wird, die er braucht, um sich gesund zu entwickeln. Das geht am einfachsten, wenn du ihm hochwertiges Nass- oder Trockenfutter fütterst. Da ist alles in der richtigen Zusammensetzung bereits enthalten und du musst nicht viel rechnen. Aber im Prinzip kannst du auch junge Hunde mit selbstgemachtem Hundefutter gesund ernähren. Es ist halt etwas mehr Aufwand und erfordert regelmäßige Kontrolle.

In diesem Teil gebe ich dir einen Überblick über die wichtigsten Fleischsorten im Hundefutter und wie sie die Gesundheit deines Hundes beeinflussen können. Weitere Zutaten im Hundefutter, kannst du hier nachlesen:

Obst und Gemüse für Hunde (Coming soon…)
Die wichtigsten Öle für Hunde 
Kräuter für den Hundenapf

Fleisch und Fisch im Hundefutter

Tierische Proteine sind wichtig für Hunde, denn als Nachfahren der Wölfe können sie diese wesentlich besser verwerten als Proteine aus pflanzliche Quellen. Doch bei den verschiedenen Fleisch- bzw. Fischsorten gibt es Unterschiede.

Hundefutter mit Geflügel

Geflügel, wie Huhn oder Ente ist häufig als Bestandteil in Hundefutter enthalten. Ihr mageres Fleisch ist voller guter Proteine und wichtiger Nährstoffe, jedoch gehört es auch oft zu den Fleischsorten, gegen die Hunde Allergien entwickeln. Wenn du Allergie-Symptome bei deinem Hund feststellst, könnte es am Huhn im Hundefutter liegen.

Wenn du ein frisches Huhn zubereitest, solltest du peinlich genau darauf achten, dass du alle Knochen entfernst. Die Röhrenknochen splittern schnell und können im Verdauungstrakt gefährliche Verletzungen oder Darmverschluss verursachen. In der Regel kannst du aber sehr junge Hühner bis zu einem Alter von 3 Monaten roh mit Knochen füttern, wenn dein Hund Knochenerfahrung hat.

Geflügel ist besonders als Schonkost zu empfehlen, wenn dein Hund krank ist oder sich den Magen verdorben hat. Ich kann gar nicht zählen, wie oft Hühnchen mit Reis und Karotten bei Murdoch und Freya in kurzer Zeit wieder für eine ordentliche Verdauung gesorgt hat.

Geflügelsnacks: Hühner-, Puten- oder Gänsehälse sind ein toller Kausnack und Hühnerbrust kannst du in dünne Streifen schneiden und im Backofen oder einem Dörrautomat trocknen.

Rindfleisch im Hundefutter

Auch Rind gehört zu den Fleischsorten, die im herkömmlichen Hundefutter häufig verwendet wird. Es ist sehr mager und eine gute Quelle für Zink. Dafür hat es weniger essenzielle Fettsäuren. Wenn du viel Rind fütterst, kann es sein, dass du zusätzlich essenzielle Fettsäuren zum Futter geben musst.

Ein kulinarisches Highlight für jeden Hund ist Pansen oder Blättermagen. Wenn man diese nicht abwäscht, sind sie extrem nährstoffreich. Pansen hat nur wenig Fett und ist deshalb super für Hunde, die auf ihr Gewicht achten müssen. Aber der Gestank ist einfach widerlich.

Neben Muskelfleisch kannst du auch Innereien, wie Leber und Nieren in kleinen Portionen dazu mischen. Allerdings solltest du diese nie allein und nicht zu häufig füttern. Vorsicht auch bei Lunge. Sie enthält nur wenige Nährstoffe, macht aber unheimlich satt. Zusammen mit anderen Fleischsorten ist sie ein guter Sattmacher für Hunde, die an Übergewicht leiden und abnehmen müssen.

Hundefutter mit Fisch

Fisch, wie Lachs oder Dorsch hat viele Vorteile für Hunde. Er steckt voller Vitamine, Spurenelemente und vor allem essenziellen Fettsäuren. Fisch ist guter Lieferant für Vitamin A, D und B, sowie Selen, Phosphor, Eisen, Kalium und Magnesium. Außerdem hat es einen hohen Fettgehalt, deshalb Vorsicht bei Vierbeinern, die zu Übergewicht neigen. Für die tägliche Fütterung ist Fisch nicht geeignet, aber einmal in der Woche oder zusammen mit anderen Fleischsorten, darf es gern sein.

Füttern kannst du verschiedene Süß- und Salzwasserfische. Junge Fische können auch komplett und roh im Napf langen. Wenn du keinen frischen Fisch füttern möchtest, gibt es auch tolle Leckerlis und Kausnacks mit Fisch. Murdoch und Freya lieben übrigens getrocknete Sprotten. Die knuspern sie begeistert weg:

Ziegen- und Lammfleisch für Hunde

Lamm ist eine tolle Alternative für Hunde mit Futterallergien oder Unverträglichkeiten. In herkömmlichem Hundefutter, Snacks und Leckerlis kommt es kaum vor. Damit hat dein Hund eine gute Chance, nicht gegen die Proteine im Fleisch allergisch zu sein. Es liefert die Vitamine A und B, sowie Eisen, Kalium, Zink und Folsäure.

Am besten fütterst du Muskelfleisch oder Innereien. Auf den Magen-Darm-Trakt des Lamms solltest du jedoch verzichten. Dort sitzen oft Parasiten, die dein Hund nicht fressen sollte. Ein leckerer Lammknochen ist mit Sicherheit auch etwas für deinen Vierbeiner.

Pferdefleisch für Allergiker

Ähnlich wie das Lamm, kann auch Pferdefleisch eine gute Proteinquelle für allergische Hunde sein. Das Fleisch ist eiweißreich und fettarm, deshalb ist es perfekt für Hunde, die nur wenig Energiebedarf haben. Wenn deine Fellnase, so wie meine Püppi, immer den Hang zu Übergewicht hat und eher eine Couch Potato ist, dann probiere es mal mit Pferdefleisch.

Pferdefleisch liefert besonders viel Natrium, Magnesium, Eisen und Kupfer. Im Vergleich zu anderen Fleischsorten enthält es weniger gesättigte Fettsäuren und gilt als sehr gesund für Hunde.

Wildfleisch im Hundenapf

Wildfleisch, wie Reh und Wildschwein ist eine gute Proteinquelle und enthält wenig Fett. Das Fleisch steckt voller wichtiger B-Vitamine und versorgt deinen Hund mit vielen verschiedenen Nährstoffen. Darunter auch die Spurenelemente Eisen, Selen und Zink.

Wildschwein solltest du übrigens nie roh füttern. Das Fleisch kann den Aujeszky-Virus enthalten, der für Hunde tödlich ist. Das Schöne ist, dass es beim Wild nicht möglich ist, die Tiere in einer Art Massentierhaltung zu „produzieren“. Damit ist die Tierhaltung artgerechter, auch wenn die Tiere trotzdem meist nicht in freier Wildbahn geschossen werden. Es sind eher große, umzäunte Gehege, in denen die Rehe und Hirsche möglichst naturnah gehalten werden. Aber immerhin…

Hundefutter mit Kaninchen

Kaninchenfleisch ist sehr eiweißreich, aber trotzdem fettarm. Es eignet sich für Hunde mit einem hohen Energiebedarf genauso wie für Vierbeiner, die Diät machen oder Schonkost brauchen. Es enthält viel Vitamin B, Magnesium und wichtige Aminosäuren. Bei Knochen solltest du vorsichtig sein, dass sie nicht splittern. Am besten fütterst du nur weiche Knochen von jungen Tieren.

Getrocknete Kaninchenohren mit Fell sind übrigens ein toller Kausnack für Hunde. Dank der Haare unterstützt es bei der Reinigung des Magen-Darm-Traktes und schafft ein wurmwidriges Milieu im Darm.

Welches Fleisch liebt dein Hund?

Ich hoffe, ich konnte dir mit dieser Übersicht die wichtigsten Infos zu den einzelnen Fleischsorten liefern und dich bei deinem Entscheidungsprozess unterstützen. Schreib mir gern einen Kommentar, welche Fleischsorten dein Hund am liebsten frisst.

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