4 No Goes in der Hundesprache

Fehler bei der Hundesprache

Die klassischen Missverständnisse in der Kommunikation zwischen Mensch und Hund… So vieles könnte einfacher sein, wären da nicht die teilweise massiven Unterschiede in der Körpersprache von Zwei- und Vierbeinern. Mit unserem menschlichen Verhalten treten wir Hunden hin und wieder auf den Schlips, ohne es zu merken. Was du bei der Interaktion mit einem Hund unbedingt vermeiden solltest, erfährst du hier.

Sich nach vorne beugen

Unser menschlicher Urinstinkt lässt uns beim Anblick eines Hundes manchmal alle Regeln des guten Benehmens vergessen. Dann gehen wir vornüber gebeugt freundstrahlend auf den Hund zu, um ihn zu begrüßen. Und genau das könnte der Hund völlig falsch verstehen.

In der Hundesprache ist es nämlich eine Art Angriffsstellung, wenn man sich vorgebeugt geradezu auf jemanden zu bewegt. Starrt bzw. fixiert man dabei noch das Gegenüber, wirkt das Ganze noch einschüchternder. Gerade unsichere Hunde können dann schon mal verschreckt reagieren. Kein besonders guter Start für eine Kontaktaufnahme.

Besser so: Wenn du auf einen Hund zu läufst, gehe besser einen leicht Bogen und nähere dich von der Seite. Bei sehr unsicheren Tier kann es auch helfen, sich seitlich zu stellen oder zu hocken und die Vierbeiner vorsichtig herankommen zu lassen. Ignorieren kann in so einem Fall auch eine gute Idee sein, um dem Vierbeiner Sicherheit zu geben. 

Menschen streicheln Hund am Kopf

Kopf von oben tätscheln

Vor dem Hund zu stehen und ihm von oben auf den Kopf zu tätscheln ist oft nicht besonders angenehm für die Vierbeiner. Die natürliche Reaktion wäre wegducken, was den Hund automatisch in eine unsichere oder gar ängstliche Stimmung bringen könnte. Und mal ehrlich, du würdest es wohl auch nicht so gut finden, einfach so betätschelt zu werden.😉

Besser ist es, seitlich mit dem Hund Kontakt aufzunehmen und ihn nicht gleich im Gesicht zu streicheln. Der Rücken reicht für den Anfang auch. Kennst du die Lieblingsstelle des Hundes kannst du ihn auch dort sanft kraulen, bis er dir signalisiert, dass auch gern mehr möglich ist.

Den Hund umarmen

Für uns Menschen eine hohe Form des Liebesbeweises, für Hunde eher eine beklemmende Situation. Umarmungen können beim Hund ein Gefühl von dominiert oder angegriffen werden erzeugen. Deshalb solltest du nur Hunde umarmen, die du bereits etwas besser kennst und dabei genau auf die Körpersprache achten. Die meisten Hunde zeigen mehr oder weniger, dass es ihnen ein wenig unangenehm ist. Viele wissen aber auch, wie der Mensch das meint und reißen sich deinetwegen zusammen.

Bei meiner Püppi ist das z.B. so, dass sie sich immer weg dreht, wenn ich sie umarme. Ein Zeichen, dass sie beschwichtigen möchte, weil sie sich ein bißchen überwältigt fühlt. Sie weiß aber auch, dass das in meiner Sprache ein Liebesbeweis ist und lässt es meistens zu. Wirkliche Begeisterung sieht jedoch anders aus!

Den Hund anstarren

Lang anhaltender Blickkontakt ist den meisten Hunden unangenehm. Vielleicht ist dir schon mal aufgefallen, dass dein Hund wegschaut, wenn du ihn verliebt ansiehst? Das liegt daran, dass direktes Anstarren und fixierender Blick bei Hunden eine bedrohliche Situation signalisiert. Alternativ kann es auch als extrem unhöfliches Verhalten angesehen werden und der Hund reagiert entsprechend darauf.

Bist du freundlich, unterbrichst du den Blickkontakt immer mal wieder und schaust entspannt an dem Hund vorbei. Zusätzlich kannst du dir auch noch leicht die Lippen lecken. Das ist ein Beschwichtigungssignal und signalisiert dem Hund, dass von dir keine Bedrohung ausgeht.

Fazit: Respektvolle Hundesprache

Hundeliebe bedeutet meiner Meinung nach auch, dass man sich ein wenig an der Hundesprache orientiert und sich rücksichts- und respektvoll verhält. Das ist besonders wichtig, wenn du fremde Hunde zum ersten Mal kennen lernst oder weißt, dass eine Fellnase besonders unsicher ist. Natürlich verstehen unsere Vierbeiner im alltäglichen Umgang, was wir meinen, wenn wir uns eigentlich bedrohlich verhalten. Deshalb wird dein eigener Hund es wahrscheinlich tolerieren. Trotzdem ist es gut zu wissen und hin und wieder deinem Hund auf diese Art zu zeigen, dass du ihn liebst, indem du in seiner Sprache mit ihm kommunizierst.

Schreib mir gern mal deine Erfahrungen mit der Körpersprache zwischen Mensch und Hund in die Kommentare. Ich bin gespannt auf deine Meinung dazu. ♥

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