Wer uns bei Instagram und Facebook folgt, kann sich vielleicht noch an das Foto oben erinnern. Folgende Geschichte war Anlass zum 3. Teil dieser Blogserie. Gerade nachdem ich in Teil 2 Freya mit besagten Herzchen in den Augen in höchsten Tönen gelobt hatte, zeigte sie mir am darauf folgenden Tag, was sie von diesem Groupie-Gehabe hält.
Es war im Urlaub in Holland. Wir waren Gassi an einem dieser nicht ganz so schrecklich heißen Sommertage. Auf der Urlaubsrunde (wenn man es „Runde“ nennen kann, denn meistens muss man in Holland denselben Weg auch wieder zurück), kamen wir immer über zwei Brücken. Auf der kleinen Runde Morgens ging es zur ersten und Nachmittags bzw. Abends zur zweiten.
An beiden Brücken wurde den ganzen Urlaub über konsequent gebadet. Grundsätzlich! Dasselbe auf dem Rückweg. Jeden Tag. Mehrmals. Auch wenn es gar nicht heiß war.
Nun war es an dem Tag eher windig und wird hatten ein halbwegs trockenes Zeitfenster für unseren Spaziergang gefunden. Wir sind die ganze Strecke bis zur zweiten Brücke und zurück bis wir wieder an der ersten angekommen waren, ohne dass die Hunde Anstalten gemacht hatten, baden gehen zu wollen.
Also überquerte ich, nichts Böses ahnend, die Brücke und lief weiter Richtung Ferienhaus. Erst nach ca. 50 m bemerkte ich, dass Püppi uns nicht folgte. Ich schaute mich um und sah sie in der Ferne auf der Brücke stehen und entsetzt in meine Richtung schauend. Während ich ihr zurief, sie solle mitkommen, drehte ich mich auch schon um und marschierte weiter gegen den Wind an.
Doch auch nach weiteren 50m regte sich der nun kleiner werdende Punkt auf der Brücke nicht von der Stelle. Ich rief noch einmal, jetzt etwas ungeduldiger. Nichts passierte! Püppi saß weiter auf der Brücke und starrte mit entrüstet nach.
Ich war sauer und ging weiter, in dem festen Glauben, sie spielt nur ein Spiel und würde uns gleich wie eine Bescheuerte nachlaufen. Doch ich lag falsch! Als ich mich das nächste Mal umdrehte, war der Punkt verschwunden. Damit hatte ihr Dickkopf gewonnen!
Wie sich ein paar Minuten später heraus stellte, war sie lediglich auf der anderen Seite der Brücke in Deckung gegangen. Offensichtlich hatte ihr Spatzenhirn Eins und Eins zusammen gezählt und sich gedacht: „Wenn die mich sieht, wenn sie sich umdreht, bringt mir das nichts. Wenn ich tatsächlich so tue, als hätte ich mich aus dem Staub gemacht, dann wird sie kommen und mich holen!“
Ich bin mir immer noch nicht ganz sicher, welchen genauen Sinn diese Aktion hatte. Baden ist sie trotzdem nicht gegangen, denn sie kam direkt an die Leine, nachdem ich sie eingesammelt hatte. Trotzdem fühlte ich mich als Verlierer dieses Spielchens.
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