Rasseportrait Corgi

Rasseportrait Corgi Hunderasse Hund

Sie sind als Lieblingshunde der englischen Queen bekannt und kürzlich waren sie die Stars eines Disney-Films: die Corgies. Meine schottische Schwiegermutter Margo hatte selbst lange Jahre Corgies (und sogar Welpen). Im heutigen Gastbeitrag stellt sie dir die liebenswerte Rasse genauer vor.

Mit großer Liebe schaue ich auf all die Erinnerungen zurück, die ich mit meinem ersten Hund Duchess verbinde. Sie war ein Welsh Pembrokeshire Corgi. Wir kauften sie, als sie 10 Wochen alt war von einem offiziellen und anerkannten Züchter. Sie hatte kurzes Fell, rötlich mit weißen Flecken. Ihr Kopf war ähnlich dem eines Fuchses, die Schnauze lief leicht konisch zu einer schwarzen Nase, die runden Augen schauten mich liebevoll an – braun waren sie, passend zu ihrem Fell. Sie hatte einen langen Rücken, kurze gebogene Beine und aufstehende Ohren. Ihre Rute war kupiert, was damals noch normal war, seit 2007 aber glücklicherweise verboten ist.

Duchess war ein intelligenter, glücklicher Hund, der sehr verspielt und für jeden Spaß zu haben war. Ich habe sie vergöttert, diesen kleinen Troublemaker! Man konnte sich das Lachen einfach nicht verkneifen, wenn sie irgendwas im Schilde führte! Duchess war eigentlich sehr einfach zu erziehen, auch wenn sie hin und wieder eine konsequente Führung benötigte. Sie konnte manchmal sehr manipulativ sein und bereit, die Führung zu übernehmen.

Ursprünge des Corgi

Der Pembrokeshire Welsh Corgi ist ursprünglich ein Hütehund, besonders für Kühe, Schafe und Pferde und kommt aus Pembrokeshire in Wales, Großbritannien. Die Rasse stammt von spitzartigen Hunden ab, die wahrscheinlich von Flämischen Webern im 10. Jahrhundert eingeführt wurden. Der Name “Corgi” bedeutet “Zwerghund”, doch trotz seiner kurzen Beine, besitzt er durchaus eine große Persönlichkeit.

Welsh Corgi Hunderasse Hund

Aussehen und Charakter des Corgi

Corgis haben kurzes Fell mit Unterwolle und kommen in verschiedenen Farben. Ihr Fell ist absolut wettertauglich. Während des Fellwechsels braucht der Corgi regelmäßige Pflege, da er viel Fell verliert, besonders im Frühjahr und Sommer. Aber auch den Rest des Jahres solltest du einen Corgi mindestens einmal die Woche bürsten, um tote Haare zu entfernen. Wer einen Corgi hat sollte Staubsaugen mögen! Die Haare verteilen sich nicht nur gern im Haus und auf Möbeln, sondern auch an den Klamotten.

Der Corgi ist ein kleiner Haushund, aber keineswegs zu unterschätzen. Er ist stark, athletisch, aktiv und hat ein hohes Energielevel. Er ist sehr sozial veranlagt, benötigt deshalb auch viel Aufmerksamkeit. Es ist eine sehr intelligente Rasse, die bei Gelegenheit auch gern ihren eigenen Kopf durchsetzen möchte. Sie kommen meist gut mit Kindern klar, können aber auch einen ordentlichen Beschützerinstinkt entwickeln. Sie bauen eine starke Bindung zu ihrer Familie auf und lieben Kuscheln! Ohne konsequente Führung neigt der Corgi dazu, die Rolle des Rudelchefs einzunehmen. Corgies sind aufmerksame Wachhunde, haben feine Sinne und ein erstaunlich beeindruckendes Bellen!

Gesundheit des Corgi

Der Corgi liebt Futter und zeigt durchaus Tendenzen zu Übergewicht. Deshalb solltest du die Futterrationen immer im Auge behalten und deinem Corgi genug Auslauf verschaffen. Gerade bei älteren Hunden ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung in Verbindung mit ausreichend Bewegung wichtig.

Krankheiten, die rassebedingt auftreten können, sind u.a. das Willbrand-Jürgens-Syndrom (eine Störung der Blutgerinnung), Hüftdysplasie (HD) oder die degenerative Myelopathie, eine neurologische Erkrankung, die das Rückenmark zerstört.

Der Pembrokeshire Welsh Corgi gilt allgemein als eine sehr gesunde Rasse.

Queen Elizabeth II und ihre Corgies

Queen Elizabeth II ist wahrscheinlich die bekannteste Corgi-Besitzerin der Welt. Sie liebt die Rasse seit Kindheitstagen und hat von 1952 bis heute ganze 30 Corgies besessen. Ihren ersten Hund “Susan” bekam die Queen an ihrem 18. Geburtstag und die Hündin begleitete sie auch auf den öffentlichen Auftritten. Sogar in den Flitterwochen mit Prince Philip war Susan dabei. Die Corgies der Queen sind bekannt dafür, die Angestellten zu zwicken! Die letzte Hündin Willow starb erst vor Kurzem udn es war ein herber Verlust für Ihre Majestät.

Trotz ihrer berühmten Fürsprecherin und der liebenswerten Natur ist der Corgi eine extrem seltene Rasse. Wer einen Welpen adoptieren möchte, muss auf eine Warteliste, da es nur wenige Würfe im Jahr gibt.

Danke an meine schottische Schwiegermama Margo für dieses hinreißende Rasseportrait. Ich wünschte, ich hätte Dutchess noch persönlich kennen gelernt, aber dazu komme ich leider ein paar Jahrzehnte zu spät. Und hier in Deutschland habe ich bislang noch keinen Corgi getroffen. Kennst du einen?

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