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Das Lieblingsrudel in der Corona-Krise?

Wie wir mit der aktuellen Situation umgehen & unsere besten Tipps, wie man den Coronavirus positiv überstehen kann
Lieblingsrudel in der Corona-Krise

Wie verhält man sich als Hundeblogger in Zeiten der Corona-Krise? Soll man auf den Panik-Zug aufspringen, gar nichts sagen oder eine klare Stellung dazu beziehen? Und was bedeutet Corona für mich persönlich? Wie möchte ich damit umgehen und welche Verantwortung kann und will ich für mich und mein Lieblingsrudel übernehmen?

Was bedeutet die Corona-Panik für mich persönlich?

Ich muss zugeben, ich hatte in den letzten Tagen und Wochen ganz unterschiedliche Emotionen zum Corona-Virus. Erst haben nur ein paar meiner Hundternehmer-Kunden dran zu knabbern gehabt. Es war aber irgendwie klar, dass die Chinesen nicht auf ewig in Quarantäne sein können. Allerdings hat es mir gezeigt, wie sehr wir doch auf den Import aus anderen Nationen angewiesen sind und mir hat sich die Frage gestellt, ob Handel wirklich in solch einem Ausmaß betrieben werden muss, dass wir im Zweifelsfall Angst haben müssen, auf so einiges verzichten zu müssen.

Wenn du uns schon länger folgst, weißt du vielleicht, dass wir vor ein paar Jahren auf einen alten Bauernhof in einem klitzekleinen Dörfchen gezogen sind. Damit sind wir im Alltag nicht nur wesentlich weniger Sozialkontakten ausgesetzt, wir haben auch viel Platz zum Laufen und sogar ein kleines Gemüsebeet hinter der Scheune. Natürlich ist da im März aber noch nichts zu holen. Mit der ganzen Panik um Corona, Ausgangssperren und Einschränkungen im Alltag komme ich eigentlich außerhalb der Sozialen Medien kaum in Kontakt. Aber auch mir hebt sich eine leicht verunsicherte Augenbraue, wenn ich im Supermarkt vor leergefegten Regalen stehe.

So gingen auch an mir die Ereignisse am vergangenen Wochenende nicht ganz spurlos vorbei. Wir hatten Besuch aus Schottland, der bis Montag bleiben wollte, von daher haben wir eh immer mit einem Auge auf die Nachrichten geschaut, um zu erfahren, ob der Rückflug wirklich klappen würde. Nicht, dass wir etwas gegen Quarantäne mit unseren Freunden Bob und Lynn gehabt hätten…

Nächstes Wochenende will uns ein anderer Freund aus Schottland besuchen kommen, ich bezweifle ernsthaft, dass das klappt. In der Zwischenzeit werde ich aufhören, den ganzen Tag Nachrichten zu hören und alle 5 Minuten meinen Facebook-Feed zu aktualisieren. Ich habe festgestellt, dass es mir mental nicht gut tut, permanent auf dem Laufenden zu sein. Zu schnell lasse ich mich von der überall herrschenden Panik anstecken und stecke dann vermutlich noch meinen Kopf in den Sand. Als Selbständige kann ich mir das jedoch, gerade in Zeiten wie diesen, nicht leisten.

Darüber hinaus ist aber eigentlich nicht viel, was sich bei mir verändert. Wir wohnen wie gesagt sehr, sehr ländlich und treffen ohnehin schon wenig Menschen. Da ich die meiste Zeit im Home Office arbeite, ist auch das keine große Umstellung für mich und wenn ich an die frische Luft will, hab ich immer noch unseren Garten. Auch bei einer Quarantäne würde uns nicht die Decke auf den Kopf fallen, u.a. wegen der gigantischen Baustelle im Obergeschoss, die sich schon begeistert die Hände reibt. Zu tun ist bei uns immer etwas.

In den letzten Tagen sind wir tagsüber mit mehr Nachbarn in Kontakt gekommen, als sonst in den letzten 2,5 Jahren. Die sind halt jetzt alle zu Hause bzw. spazieren mit ihren Hunden durch die Pampa und genießen das schöne Wetter. Eine sehr ungewohnte Situation, denn auf einmal entwickeln sich nette Gespräche auf der Straße (mit dem nötigen Mindestabstand) und wir treffen hin und wieder unterwegs mal Hunde (mittlerweile manchmal eine kleine Herausforderung). Irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass es die Menschen wieder ein bisschen näher zusammen bringt – natürlich nicht räumlich gesehen, aber vom Herzen her.

Ich weiß, dass viele Hundehalter im Lieblingsrudel betroffen sein werden

Auch wenn ich selbst mir im Moment noch keine Gedanken mache und mein Leben nicht so stark umstellen muss, weiss ich, dass das noch lange nicht für alle Lieblingsrudel da draußen gilt. Mir ist bewusst, dass viele von euch in der Stadt wohnen und sich Gedanken machen, wie sie mit ihren Hunden Gassi gehen können.

Ich empfinde meine persönliche Situation als absoluten Glücksfall, auch wenn ich das nicht immer einfach so behaupten kann. Ich möchte an dieser Stelle nicht den zig-tausendsten Artikel zum Thema “Coronavirus und Hund” schreiben, sondern einfach auf ein paar tolle Beiträge von Hundeblogger-Kolleginnen hinweisen, wo du gute Tipps dazu bekommst.

Blog mit Wuff – Coronavirus und Hund
Lokis Life – Corona: Das musst du als Hundehalter wissen

In der midoggy-Community gibt es eine spezielle Seite mit allen Blogartikeln zum Coronavirus und ganz viele Artikel mit den unterschiedlichsten Hundethemen, die dich auf andere Gedanken bringen.

Ich möchte auch meine Hilfe anbieten für alle Hundternehmer und Selbständige, die durch die Krise geschäftlich teilweise massiv leiden oder sogar um ihre Existenz bangen müssen. Es wird über Soforthilfemaßnahmen, auch für kleine Unternehmer gesprochen, also erkundigt euch, wie euer jeweiliges Bundesland euch unterstützen kann. Bei Facebook sind immer mehr Online Unternehmer, die ihre Hilfe anbieten und Mut und Zuversicht verbreiten. Lasst euch von der Panikwelle nicht unterkriegen und fokussiert euch darauf, wie ihr jetzt handeln könnt. Wer hier einen Tipp brauchen sollte, kann mich gern per E-Mail an highfive@hundternehmer.de fragen.

"Better safe than sorry"

Meine eindringliche Bitte an das gesamte Lieblingsrudel:

Bitte nehmt die Hinweise und Anordnungen der Behörden an und folgt ihnen, auch wenn das persönliche Einschränkungen bedeutet. Es tut keinem weh, sich aus eigenem Interesse und zum Wohlergehen unserer Lieblingsrudel mal ein bißchen zurück zu nehmen. Es ist ja nicht für immer. Und irgendwie fühlt sich das auch ein bißchen wie die Zeit um den Jahreswechsel an, diese Besinnlichkeit und Zurückgezogenheit. Die perfekte Gelegenheit, sich selbst zu reflektieren und Pläne für die Zukunft zu schmieden.

Und natürlich nicht vergessen:

  • häufig Hände waschen (mind. 20 Sekunden mit Seife)
  • Sozialkontakte meiden (bzw. 2 m Abstand halten)
  • aus dem Home Office arbeiten (es gibt so viele Bürohunde jetzt, wunderbar!)

5 Wege die Corona-Krise positiv zu sehen

  1. Endlich Zeit für alles, was schon so lange liegen geblieben ist: der Frühjahrsputz, die Plattensammlung sortieren oder (für die Streber unter uns) die Steuererklärung machen.
  2. Nutze die Zeit mit deinem Lieblingsrudel: Egal, ob Mensch oder Tier, verbringt schöne gemeinsame Stunden miteinander. Gerade wenn ihr in Quarantäne kommen solltet ist z.B. die perfekte Gelegenheit, an der Bindung zu deinem Hund zu arbeiten. Auf unserer Pinterest-Pinnwand gibt es beispielsweise ein paar tolle Anregungen dazu.
  3. Entwickle dich persönlich weiter: Nutze die Zeit, mal eine Art Status Quo deines Lebens zu machen. Wo stehst du beruflich und privat? Welche Dinge magst du an dir und welche möchtest du gern abstellen? An welchen Stellschrauben kannst du drehen, um noch glücklicher in deinem Leben zu werden. Besinne dich auf deine Werte und definiere, wie dein Leben sein soll.
  4. Bilde dich weiter: Du wolltest schon immer deine Kenntnisse in bestimmten Dingen ausbauen, z.B. wie man eine Website erstellt, etwas Künstlerisches lernt oder mehr zu einem bestimmten Thema der Hundeerziehung erfahren? Dann ist jetzt der beste Zeitpunkt dafür. Schau dich im Internet um, da gibt es Online Kurse und Videos zu so ziemlich jedem Thema. Fülle die Zeit mit etwas, das dich inspiriert und begeistert!
  5. Verbreite Zuversicht und hilf anderen: Soziale Distanz zu wahren bedeutet nicht, zum egoistischen Arschloch zu werden! Trotz aller Ängste sollten wir gerade jetzt auch den Älteren und Schwachen helfen. Wölfe machen das in ihren Rudeln schließlich auch so. Zeige Mitgefühl und biete deine Hilfe an, wo es dir möglich ist. Und vor allem: Überlege genau, was du in den Sozialen Medien teilst. Wir brauchen jetzt kein Schüren von Ängsten, sondern Leute, die aktiv Liebe und Zuversicht vermitteln.

Was macht das Lieblingsrudel in Zeiten von Corona?

Vielleicht hast du dich auch schon gefragt, wie es hier auf dem Blog, unseren Social Media Kanälen und Youtube in den nächsten Wochen weitergeht. Diese Frage geisterte in den letzten Tagen auch durch meinen Kopf. Weil ich die noch nicht richtig für mich beantworten konnte, war es diese Woche sehr still bei uns. Ich musste die Lage erst einmal abschätzen und sie verdauen, für mich einordnen und bewerten.

Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass sich an den geplanten Beiträgen und Themen in den nächsten Wochen nichts ändern wird. Ich blogge weiter, so als wäre nichts und werde dabei viele Themen haben, nur kein Corona. Denn es gibt auch noch ein Leben neben und nach der Pandemie und der ein oder andere wird vielleicht sogar froh sein, mal etwas anderes zu lesen. Schöne Dinge, die man mit niedlichen Hunden machen kann. Einfach was für´s Herz!

Deshalb soll der heutige Beitrag eine Ausnahme gewesen sein. Ich hatte aber das Gefühl, einfach Stellung beziehen zu müssen, gerade was die allgemeine Einstellung zum Coronavirus angeht. Ich wünsche mir, dass ihr auf euch und eure Lieblingsrudel aufpasst und alle gesund bleibt. Natürlich würde ich mich auch freuen, wenn ihr hin und wieder auf unserem Blog, Facebook, Instagram oder Youtube vorbei schaut und euch ein bißchen von uns ablenken lasst.

Und noch etwas in eigener Sache: Ich habe einen kleinen, aber feinen Lieblingsrudel Online-Shop eröffnet, in dem ihr ausgewählte Produkte für eure Lieblingsrudel findet. Der Shop ist noch im Aufbau, es wird also in den kommenden Wochen noch einiges zum Sortiment dazu kommen. Schaut doch gern mal vorbei und lasst mich wissen, wie ihr den Shop findet und ob ihr noch irgendwo Fehler findet. Natürlich freue ich mich auch über euren Einkauf, denn so könnt ihr uns direkt unterstützen! ♥

Alles Liebe,
Franziska, Murdoch und Freya ♥

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Was bedeutet der Coronavirus für mich als Hundehalter

2 Kommentare

Petra Bauer · 22. März 2020 um 9:47

Hallo ihr da 😀
Wir hier in Spain haben ja seit einer Woche Hausarrest, es breitet sich sooo langsam etwas der Lagerkoller aus, aber weiterhin #yomequedoencasa #ichbleibezuhause . Wir dürfen ja einkaufen gehen, Apotheke, etc… aber nur einzeln, ich habe noch nie so viele einzelne Menschen auf den Strassen laufen sehen mit einer von diesen Mehrwegeinkaufstüten unterm Arm geklemmt. Bestimmt gehen nicht alle in den Supermarkt mag ich da mal ganz böse denken :O
Wir dürfen auch Gassi gehen, aber auch nur einzeln. Aber unser Mika ist es gewohnt, dass wir Mittags und Abends fast immer gemeinsam mit ihm rausgehen. Hunde merken ja schon wenn was anders ist und er natürlich auch. Und unser kleiner Dickkopf mag dann garnicht laufen, vorallem bei meinem Mann, da setzt sich der Hund durch, bei mir macht er dann schon eher mit, ansonsten wird er halt sanft vorwärts gezogen und dann geht das schon.
Aber ich muss schon sagen “Die armen armen Hund hier!” Da laufen Menschen mit Hunden die ich kenne rum, die ich vorher immer nur mit einem anderen Menschen rumlaufen gesehen hab, Hunde sind viel länger unterwegs als normalerweise, bestimmt sind manche froh wenn sie dann endlich wieder zuhause in ihrem Körbchen abliegen dürfen.
Ja, wenn man ländlich wohnt ist alles etwas leichter, wir hier mitten in der Stadt haben es da schon schwieriger, aber da müssen wir jetzt durch, keine Chance dem Corona !!!!!
LG Petra

    Franziska · 22. März 2020 um 10:40

    Ja, ich bin auch froh, dass wir nicht in der Stadt wohnen. Bis es hier zu ernsthaften Einschnitten kommt, wird es wohl noch etwas dauern. Und zur Not haben wir ja noch den Garten. Das Gute ist, dass ich Zeit habe, mich z. B. um den Lieblingsrudel Shop zu kümmern. Keine Kunden mehr, die mich ablenken. Ich hoffe, dass viele Selbständige die Möglichkeit finden, sich positiv in den Krisenzeiten zu beschäftigen und gestärkt aus der ganzen Sache heraus gehen. Passt auf euch auf und bleibt gesund!

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