Lustige und peinliche Momente mit Hund

Wenn unsere Hunde uns hin und wieder vorführen

Das Leben mit Hund ist manchmal lustig und manchmal peinlich

Mit einem oder mehreren Hunden spazieren zu gehen, ist manchmal peinlich oder auch zum Schreien komisch. Hin und wieder haben sie echt ein Talent dafür, uns Menschen vorzuführen. Hier kommen ein paar Anekdoten aus dem Leben von Gastautorin Mona und ihren Hunden.

Ich piesel dich an, wenn du Klamotten trägst

Hummel hatte keine Unterwolle und fror stets ganz schrecklich, wenn die Temperaturen sanken. Also bekam sie einen „Pyjama“, einen Fleeceanzug, der sie wärmte. Wenn sie abends fror, bekam sie den auch zum Schlafen an und morgens ging sie dann mit dem Ding zum ersten Pieschen in den Garten.

Es waren drei Hunde, die draußen herum wuselten: Hummel, Nelly und Othello. Und letzterer hat sich gesagt „Also wenn du Klamotten trägst, beim Pullern, dann piesel ich dich an“, hob knallhart das Bein an Hummel, so schnell konnte ich gar nicht gucken, und strullerte los. Und das tat er nicht nur ein Mal, was dazu führte, dass sie nicht nur einen zweiten Pyjama bekam, sondern beide regelmäßige Runden ihre in der Waschmaschine drehten…

Wilma der Torpedo

Meine Mitbewohnerin hat eine Dackeldame namens Wilma. Wilma und Othello sind „ein Arsch, ein Kopp“ wie man hier im Norden so schön sagt. Die beiden lieben sich heiß und innig, toben gerne und oft auch wild miteinander. Mein Schlafzimmer ist ziemlich groß und für die beiden eine echte Rennstrecke. Aber es hat auch glatten Parkettboden, was das Bremsen entsprechend schwierig gestaltet.

Othello hat ein Kunstlederbett mit Rand, der schön weich ist. Wilma hat nun ihre Torpedo-Fähigkeiten für sich entdeckt: Sie nimmt Anlauf, sprintet aufs Bett zu, bremst so gut es geht, dann klappt sie ihre Vorderbeine nach hinten und flutscht ins Bett rein. Gut, manchmal reicht die Landebahn nicht aus und sie klatscht an das Regal dahinter, aber das sieht irre komisch aus!

Nelly leert ihre Analdrüsen... oder so

Es war Winter, ich hatte einen dicken Schal um und war generell ziemlich gut verpackt. Ich wollte mit Nelly in den Wald, es hatte geschneit, einfach absolut herrliches Wetter – Schnee und strahlender Sonnenschein! Knackekalt, ich liebe es!

Ich ging mit Nelly los, war gerade ein Stück gegangen und musste mit ihr eine kleine Straße überqueren. Mitten auf der Straße hockte sie sich hin, als müsste sie einen Haufen machen. Bei Nelly war es grundsätzlich so, dass wenn sie saß, dann saß sie, bombenfest, da konnte man ziehen und zerren wie man wollte, keine Chance. Das Problem war aber, dass ein Auto in diese Seitenstraße einbiegen wollte. Es muss ein eigenartiges Bild gewesen sein, wie ein 16 kg Hund da hockte und ich… „etwas mehr Mensch“… an ihr zerrte und sie nicht weg bekam. Und sie liess sich Zeit… so richtig viel.

Also tat ich das Einzige, was die Situation auflösen konnte und hob sie hoch, um sie auf die andere Seite zu tragen. Kaum hatte ich sie auf dem Arm, kam wie bei einer Fontäne braunes, übel stinkendes Wasser aus diesem Hund rausgeschossen, gefühlt literweise! Die Straße war voll und sie hatte auch meinen Schal, Jacke, Hose, Schuhe, einfach alles erwischt!!!

Es war kein Durchfall. Rückblickend betrachtet aber eigentlich auch zu viel für die Analdrüsen. Ich weiss nicht, es war einfach nur widerlich. Die Leute im Auto haben sich kaputt gelacht, ich hörte das… Mir wäre es wohl auch nicht anders gegangen, wenn ich DAS gesehen hätte. 😉

3 Hunde – 3 Charaktere

Zwei Jahre lang hatte ich drei Hunde gleichzeitig. Mit allen drei zusammen spazieren zu gehen, war etwas anstrengend, muss ich gestehen. Sie waren so unterschiedlich, dass es für Aussenstehende garantiert ein bisschen wie eine Parodie ausgesehen hat.

Wenn wir einen Menschen oder Hund auf der Straße trafen, spielte sich folgende Szene ab:

Nelly, damals 18 kg, 55 cm hoch, tiefschwarz
Ihr Statement: „Ihr müsst alle sterben, ihr steht alle auf meiner Liste ganz oben. Jawohl und DU bist der nächste!“

Hummel, 8 kg, 40 cm hoch, plüschig-weiss-beige
Ihr Statement: „Ahja, Mensch, aha, soso. Oooh Grashalm! Toll! Gucken! Dran festsaugen, nicht weiter gehen!“

Othello, 10 kg, schwarzweiss (man könnte in der Farbwahl meiner Hunde wohl ein Muster erkennen…. 😉 )
Sein Statement: „Ohhh toll! Mensch mit Händen, die sind für mich, Platz da! Du wurdest geboren, um mich zu streicheln!“

Der eine schrie, weil der „Störfaktor“ weg musste, der andere schrie, weil er die Liebe seines Lebens erspähte, dem dritten war alles egal. Schwierig jetzt, alle drei zu händeln. 😉

Ich kotz dich an!

Eines friedlichen Tages im Büro wurde Nelly plötzlich unruhig. Sie taperte umher und ich wunderte mich, was da wohl los war. Zuerst dachte ich, sie suchte sich nur ein neues Plätzchen zum Liegen, aber dann fing sie an zu würgen – du kennst das Geräusch. Ich war entspannt, ich hab schon lange jede Form von Teppich oder Läufer entsorgt, aus genau diesem Grund.

Und dann…. steckte sie den Kopf in die (offene) Hundebox, in der Hummel lag. Und gelber Schleim kam gefühlt fontänenartig aus ihr heraus, traf die schlafende Hummel und übergoss sie von Kopf bis Fuß. Die wachte natürlich erschrocken auf, schnellte hoch, verpasste Nelly ne Kopfnuss, was Nelly´s Winkel veränderte… und Hummel hatte ein schleimig-gelbes Sahnehäubchen auf dem Kopf sitzen.

Es war wirklich ekelhaft… aber auch irgendwie lustig. Ich habe mir ein Foto trotzdem verkniffen.

Hubert´s wilder Ritt

Wir halten Hühner und Enten im eingezäunten Teil des Gartens. Die Hühner haben ein eigenes Gehege, in das die Hunde nicht dürfen. Die Enten laufen aber im gleichen Gartenteil wie die Hunde. Das bedeutet nicht nur, dass auf schiefe Blicke Richtung Gefieder bei und die „Todesstrafe“ steht, sondern auch, dass Geflügel und Hunde hier in einer friedlichen Co-Existenz zu leben haben. Das klappt extrem gut, ohne Probleme.

Nun war es so, dass unser Hahn Hubert über den Zaun in den Enten-Teil gehopst ist. Ist nicht tragisch, kann man auch nicht ändern, macht er halt. Othello war damals noch jung und wild, hoppelte auf Hubert zu und wollte gucken, wen wir da haben. Hubert allerdings fand genau dieses Verhalten ziemlich uncool.

Hubert rannte los Richtung Othello. Wir dachten er verscheucht ihn. Aber es kam anders: Hubert machte einen Matrix-artigen Satz, sprang im hohen Bogen auf Othello´s Rücken, krallte sich in seinem Fell fest und wurde zum „reitenden Hubert“. Othello wollte weg, rannte los, der Hahn – wie im Comic – halb runterhängend auf dem winzigen Othello, der wie ein Doofer durch den Garten rannte, um seinen Reiter loszuwerden.

Laut lachend rannten wir Menschen dann hinter diesem Gespann her, damit Hubert los lässt.

Othello macht seither einen sehr großen Bogen um die Hühner, wenn die im Garten herum laufen. Er war vorher schon super im Umgang mit dem Geflügel, aber DAS war so beeindruckend für ihn, dass er für alle Zeiten weiss „Hühner? Nein danke!“

Ich könnte so wahnsinnig viele lustige Geschichten erzählen, das würde wohl in einem Buch mit unendlich vielen Kurzgeschichten enden. Erzähl mal deine lustigen oder peinlichen Geschichten mit Hund. Wir sind sehr gespannt!

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Mona

Moin Moin liebes Lieblingsrudel, ich heisse Mona, stamme aus dem hohen Norden bei Flensburg und zu mir gehört mein wundervoller Chaot Othello, Cocker Spaniel, geboren 23.11.2016. Ich bin Inhaberin eines Geschäftes für Hunde (www.foerdepfote.de ). Seit kurzem darf ich "Das Lieblingsrudel" mit dem einen oder anderen Gastbeitrag tatkräftig unterstützen und hoffe sehr, dass dir auch diese Themen gefallen.

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