Happy Frau(ch)entag!

Ihr dürft jetzt wieder lieb sein, Hunde!

Alles Gute zum Frau(ch)entag

Heute ist der internationale Frau(ch)entag! Den hatte ich mir zwar ein bißchen anders vorgestellt, aber meinen Hunden scheint das egal zu sein. Dabei erwarte ich eigentlich nicht viel: Dass sie mir kein Frühstück ans Bett bringen oder mich mit selbstgemalten Bildern überraschen, ist mir ja klar. Wozu hat man schließlich das Lieblingsherrchen, der mich ja (nicht nur heute) auch vergöttern muss? Doch ein bißchen Anstand sollte doch drin sein, auch von meinen beiden Lieblingsspacken Murdoch und Freya…

Ich gebe zu, die Voraussetzungen für gut erzogene und brave Hunde waren in den letzten Wochen nicht wirklich gegeben. Die Zeiten, in denen man für Leckerlies nicht mehr tun muss, als niedlich zu gucken, haben sicherlich ihren Teil dazu beigetragen, dass erziehungstechnisch ein bißchen nachjustiert werden muss.

Du hast ja vielleicht mitbekommen, dass wir vor zwei Wochen einen Schnappschüsse-Fotoshoot hatten, der super viel Spaß gemacht hat. Im Vorfeld haben wir deshalb natürlich das Fangen von Leckerlies geübt und wie ich dir im Schnappschüsse-Video zeige. Gleich am Tag darauf haben wir die 1 Million Blogaufrufe mit einer Million Leckerlies gefeiert. Das Ganze ist natürlich nicht ohne Konsequenzen geblieben…

Statt mich also den lieben langen Frau(ch)entag in Hundeküssen zu baden, ist die Liebe meiner Hunde im Moment nicht ganz bedingungslos. Ich finde, das darf sich jetzt gern wieder ändern! 😉

Völlig verfressene Hunde

Den ganzen Tag mit Gratis-Leckerlies beschossen zu werden, ist einfach nicht gut für die Hundepsyche! Ich werde beobachtet! Jede noch so kleine Bewegung meinerseits wird registriert. Eine plötzliche Handbewegung hat prophylaktisch in die Luft schnappende Hunde zur Folge.

Die Essenszeiten werden in Frage gestellt, obwohl die bei uns schon immer morgens um 8 Uhr und Abends um 18.30 Uhr war. Jetzt wird gern schon nach der Nachmittags-Runde gegen 16 Uhr mehr oder weniger aufdringlich nachgefragt, ob bitte schon mal eine ordentliche Portion in den Napf wandern könnte. Natürlich zusätzlich zu den Leckerlies, die sie gerade als Snack unterwegs hatten. Meine Hunde sehen mich nur noch als wandelnden Futterspender. Da könnte ich ja auch gleich Katzen zu Hause haben… :/

Man könnte fast meinen, Murdoch und Freya wären absolut unterernährt. Kann bitte mal einer den Tierschutz informieren?

Nimm das, Frauchen!

Zugegeben, das was jetzt kommt, kann ich nicht auf zu viele Leckerlies schieben. Da haben auch die Hormone eine gehörigen Anteil dran, denn das lässt sich jedes Mal beobachten, wenn die Püppi heiß war: Das Wälzen in widerlichen Dingen!

Erst gestern hat Murdoch sich, während er noch an der Leine war, kopfüber und mit so einer Schnelligkeit in einen Haufen breitgefahrenen Kuhmist geworfen, dass wir gar nicht so schnell reagieren konnten. Die dezente Duftwolke begleitete uns den kompletten Spaziergang. Zu Hause angekommen, ging es für Murdoch natürlich in die Dusche, was nicht gerade zu seinen Lieblingsbeschäftigungen gehört. Zu meinen auch nicht! Aber wer mit auf die Couch und ins Bett will, muss das halt über sich ergehen lassen.

Doch nicht nur Murdoch legt in den letzten Tagen gern mal eine besondere Duftmarke auf. Auch Püppi hat sich bereits mehrfach in undefinierbaren Dingen gewälzt, obwohl das sonst eigentlich nicht ihre Art ist. Bei ihr kann man die Schuld dafür vielleicht auch dem Fellwechsel in die Schuhe schieben. Hast du schon mal versucht, einen 35 kg Cane Corso in die Badewanne zu hieven? Einen bockigen, der keine Lust hat, einshampooniert zu werden?

Alles tanzt nach meiner Pfeife!

Sowohl Murdoch als auch Püppi scheinen ein paar Sicherungen rausgeflogen zu sein, denn sie sind der Meinung, ihre Entscheidungen sind kompetenter als meine. Dabei haben sie ganz unterschiedliche Strategien entwickelt, mich zu manipulieren. Aber ich habe sie durchschaut!

Murdoch ist in letzter Zeit sehr verbal geworden, grummelt, jault und fiepst, wenn ihm irgendwas nicht passt bzw. es nicht schnell genug geht: Beim Schuhe anziehen, Futterbeutel werfen oder Abendessen zubereiten. Wie so´n quengelndes Kleinkind moppert er ungeduldig vor sich hin. Ein Verhalten, das mir allerdings sehr bekannt vorkommt, denn schon nach den letzten beiden Läufigkeiten von Püppi entwickelte er solche Eigenheiten. Es wird also mal wieder Zeit, eine Runde Bachblüten zu verabreichen, in der Hoffnung, dass er wieder etwas nachsichtiger wird mit seinem langsamen Frauchen. Und mir nicht mehr so sehr auf den Geist geht…

Auch Püppi moppert häufiger, wenn ihr etwas nicht passt, aber das kenne ich ja von ihr. Einige Leute behaupten, das wäre typisch Cane Corso. Wenn sie mich nicht gerade verbal tadelt, sitzt sie meist hinter mir, starrt mich an und versucht es krampfhaft mit Gedankenübertragung. Der Fakt, dass ich zwar weiß, was sie will, aber eben nicht nach ihrer Pfeife tanze, sorgt jedoch nicht dafür, dass sie ihre Bemühungen einstellt. Am trefflichsten lässt sich ihr aktueller Gemütszustand wohl beschreiben, wenn sie Abends bockig vor der Couch steht und unbedingt auf den Platz zwischen mir und dem Lieblingsherrchen möchte. Da liegt aber Schokolade! Dann führe ich mit ihr Diskussionen, wie wir sie am Anfang hatten und ich muss immer wieder aufstehen, um sie in ihr Bett zu bringen.

Zuckerbrot und Peitsche

Da sind wir also wieder an dem Punkt, wo ich nachjustieren und die Machtverhältnisse wieder ins Lot rücken muss. Mal wieder klären, wer hier eigentlich der Rudelchef ist. Ich sehe schon, wie der ein oder andere jetzt die Hände über dem Kopf zusammen schlägt und beim Griff zur Tastatur Schweißausbrüche bekommt. Doch keine Sorge!

Natürlich bin ich nicht der Typ Mensch, der seinen Hunden mit dem Alpha-Wurf mal zeigt, wo “der Hammer hängt”! Ich schreie sie auch nicht an, weil der Lauteste und Aggressivste nie der Chef ist, sondern immer der, dem alles über den Kopf wächst. Im Lieblingsrudel wird man nicht grob – das gilt für Menschen, wie auch für Tiere!

Also sind wir auf den Gassirunden nun wieder verstärkt in Sachen Bindung unterwegs, spielen viele spannende Spiele und ich suche aktiv nach Aufgaben, die wir gemeinsam als Rudel meistern können. Ein bißchen davon habe ich ja letzte Woche in den Stories gezeigt. Im Alltag baue ich vermehrt kleine Gehorsamsübungen ein, für die sie hin und wieder sogar mit den begehrten Leckerlies belohnt werden. Und im Allgemeinen sitze ich Diskussionsrunden mit stoischer Ruhe und Gelassenheit aus. Lieber investiere ich eine paar Sekunden, um einmal mehr meinen Dickkopf durchzusetzen, als unhöflich zu werden. Auch für mich persönlich eine Herausforderung, ich bin nämlich manchmal nicht gerade die Geduldigste. 😉

Happy Frau(ch)entag also! Die Hunde dürften dann jetzt gern wieder alle Tassen in ihre Schränke räumen…


4 Kommentare

Ines · 9. März 2020 um 7:43

Deine Beiden haben es aber auch schwer mit Dir. Kaum haben sie sich an Leckerlis gewöhnt, werden sie gekürzt …geht ja gar nicht 😉 .

Wir waren gerade im Urlaub. Da ist er der beste Zausel. Zu Hause ist er dann im Gegenzu gerne wieder mal das Moos-Öhrchen. Gestern hatte ich das Gefühl, mit einem taubem Hund unterwegs zu sein. Mal sehen, ob ich das Moss heute aus den Ohren gepflückt bekomme!

    Franziska · 9. März 2020 um 9:26

    Ja, grauenvolles Leben haben die beiden. Man muss sich auch mal entscheiden: Leckerlies oder Leckerlies!

    Dir viel Glück beim Moos aus den Ohren zupfen. Da scheint es Zausel nicht anders zu gehen als meinen beiden. Dass die Menschen aber auch immer alles ändern…

Mareike · 8. März 2020 um 9:09

Hallo Franziska,

nein, damit bist du absolut nicht allein… Loki ist momentan wieder im Stalker-Modus und lässt mich keinen Moment aus den Augen. Daran arbeiten wir also mal wieder…

Dir noch einen schönen Frauchentag,
Mareike & Loki

    Franziska · 8. März 2020 um 9:12

    Oh ja, Stalker-Modus ist hier auch angesagt. Inklusive Beschwerde-Bellen, wenn es mal nicht nach Murdochs Nase geht. Viel zu tun!

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