Gassi mit Sabine

Nach dem Sturm ist selbst die Standardrunde interessant

Gassi im Sturmtief

Nachdem wir dank Sturmtief “Sabine” in den letzten Tagen unsere Gassirunden relativ kurz gehalten haben, konnten wir nun endlich mal wieder eine ausgedehnte Runde machen. Dabei habe ich festgestellt, dass bei so einem abklingenden Sturm ja doch so eine Art olfaktorischer und actionreicher Abenteuerspielplatz für Hunde entsteht.

Wir hatten in den letzten Tagen wirklich ein bißchen Pech. Aufgrund des Sturmtiefs war an normale Gassirunden gar nicht zu denken. Wir wohnen sehr ländlich, ein Großteil um uns herum besteht aus Wald, in dem man bei solchem Wetter besser nicht Zuflucht suchen sollte. Da kann ja so einiges runterkommen… Der andere Teil der hiesigen “Landschaft” besteht aus Feldern, die bei starken Windböen auch nicht gerade angenehm sind. Vor allem, weil ich mich nicht an die Hunde ketten wollte, damit ich nicht wegfliege… 😉

Außerdem war Püppi heiß, so dass an gemeinsame Runden gar nicht zu denken war. Und bei dem Wind gehe selbst ich nicht einzeln mit den Hunden. Beide miteinander “spielen” zu lassen, war auch keine gute Idee. Also habe ich in der Trickkiste gewühlt und ein Intelligenzspielzeug gefunden. Der erhoffte Effekt blieb dank mangelnder Konzentration zumindest bei Murdoch aus. Der interessierte sich nicht für die versteckten Leckerlies. Püppi konnte ich damit wenigstens zeitweise beschäftigen, auch wenn sie das nicht so wirklich zufrieden stellte.

Wie dem auch sei, gestern ging es für uns endlich wieder gemeinsam vor die Tür. Ich wollte nur die normale Gassirunde gehen, die wir eigentlich schon in- und auswendig kennen. Sabine war noch ordentlich am Pusten, deshalb fiel Wald aus. Aber ich ahnte gar nicht, welche Überraschungen uns erwarten würden und die eigentlich langweilige Runde zu einem kleinen Abenteuer für uns alle machen sollte. 😉

Das olfaktorische Spieleparadies

Der erste Teil unserer Standardrunde, nachdem wir das Dorf gerade verlassen haben, führt an Feldern und Weiden vorbei. Große, offene Flächen, auf denen es ordentlich wedelt. Deshalb setze ich hier meistens meine riesige Kapuze auf, weil ich sonst Ohrenschmerzen bekomme. Mir ist schon klar, dass meine Hunde es schamlos ausnutzen, wenn ich meine eh schon kümmerlichen menschlichen Sinne damit noch zusätzlich beeinträchtige.

Manchmal frage ich mich, was der Wind so alles an Gerüchen mit sich bringt? Wenn Murdoch und Freya verträumt auf der Wiese stehen, sich die steife Brise ins Gesicht wehen lassen und unentwegt ihre Nasen gehen, stelle ich immer wieder fest, dass ich ihre Welt wohl nie so ganz begreifen werde.

Und wie gesagt, ein vermummtes Frauchen, das mit gesenktem Kopf und Tunnelblick zum leicht bewaldeten Feldrand steuert, ist die ideale Gelegenheit für Hunde-Vorlieben. Also hat Püppi die Gunst der Stunde genutzt und sich in irgendwas gewälzt. Als ich mich umdrehte und ca. 30 m hinter mir nur ihre Beine in der Luft wirbeln sah, wusste ich sofort Bescheid. Glücklicherweise war es nichts Feuchtes…

Ein Paradies voller Stöckchen

Stöckchenparadies

In der Story bei Instagram und Facebook haben wir ja schon das beste Stöckchen gezeigt, das wir gefunden haben. Das hat sogar Murdoch motiviert, es mitzunehmen. Eigentlich macht er sowas nicht, höchstens mal ein paar Meter, aber der Stamm schien gut genug zu sein. Da habe ich mich gleich an meinen ersten Hund Herr Dr. Schröder erinnert, der wirklich alle Stöckchen geliebt hat. Er hat sich auch immer den größten und dicksten Ast gesucht und den Ewigkeiten durch die Gegend getragen. Und dann hatte ich das dringende Bedürfnis, meine Kniekehlen in Sicherheit zu bringen. Kennst du das Gefühl, wenn dein Hund dir von hinten ein Stöckchen dort reinrammt?

Da bei uns die Wälder relativ natürlich sind, wird es wohl eine Weile dauern, bis all die Stöckchen und Äste aufgeräumt sind. Natürlich werden Murdoch und ich ordentlich mithelfen, indem ich sie Stück für Stück auf Feld schleudere und Murdi sie apportieren und dann schreddern kann. Ich gehe davon aus, dass das auch dieses Mal für Püppi eine niedrige Arbeit ist und sie das Ganze von Weitem beaufsichtigen wird.

Das allerbeste Stöckchen haben wir dann aber gefunden, als wir uns gerade auf den Rückweg machen wollten. Mitten auf dem Weg lag ein umgefallener Baum, der weder für Mensch noch Hunde leicht zu überwinden war. Ich hab erst mal ganz schön doof geguckt und die Hunde haben ihn olfaktorisch unter die Lupe genommen. Wann hat man schon mal die Gelegenheit, die Äste frisch aus der Krone zu beschnüffeln?

Ich bin schließlich drunter durch gekraucht, weil weder links noch rechts eine wirkliche Alternative bestand. Die Hunde sind mir hinterher. Und dann wurden wir zum krönenden Abschluss mit einer Prise Frühling überrascht.

Frühlingsboten

Am Ende unserer stürmischen Runde gab es dann aber auch noch eine kleine Belohnung für die durchgepusteten Hunde und Menschen. Und zwar haben wir ein paar Frühlingsboten in Form eines wunderschönen Busches voller Weidenkätzchen entdeckt. Flauschig und leuchtend weiß strahlten sie uns entgegen, so dass ich direkt mal ein Foto machen musste. Auf der einen Seite finde ich es schade, dass der Winter mal wieder ereignislos und ohne ordentlichen Schnee vorüber gegangen ist, auf der anderen Seite freue ich mich, dass die Natur langsam zu neuem Leben erwacht. Wenigstens besteht so Aussicht darauf, dass die grauen, regnerischen und stürmischen Tage bald ein Ende haben.

Wie habt ihr die stürmischen Tage überstanden und hast du auch schon Frühlingsboten auf eurer Gassirunde entdeckt? Dann poste doch mal ein Foto, z.B. in deiner Instagram-Story oder bei Facebook und markiere uns darin. Wir teilen es dann gern mit dem Rest des Lieblingsrudels. Es wäre doch toll, für ein paar frische Farben zu sorgen, oder?

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