Unser Jahresrückblick 2019

Jahresrückblick 2019

Eigentlich wollte ich dieses Jahr nichts mehr posten, aber ein Jahresrückblick darf natürlich nicht fehlen. Den mache ich ja sowieso immer zwischen den Jahren, also kann ich ihn auch gleich mit dir teilen. So war also unser Jahr…

Viele Leute sind zum Ende des Jahres einfach nur froh, dass es vorbei ist und blicken voller Zuversicht und Hoffnung auf das neue Jahr. Für mich gibt es keine schönere Zeit als die zwischen den Jahren. Besinnlichkeit bedeutet auch, zurück zu schauen, was man erreicht hat und was das Jahr einem gebracht hat. Natürlich sind das nicht immer nur gute Dinge, aber oft konzentrieren wir uns auf das, was nicht geklappt hat, statt auch mal die positiven Seiten zu sehen. Ich persönlich kann mich dieses Jahr eigentlich nicht beklagen. Dabei sind besonders die kleinen Momente wirklich sehr zahlreich, aber um hier nicht in endloses Geschwafel zu verfallen, habe ich die drei größten und wichtigsten Ereignisse des Jahres mal für mich zusammen gefasst. 

Mein erstes eigenes Buch Fellnasentage

Wer hätte es gedacht, als ich Anfang des Jahres die Abenteuer 2019 geschrieben habe? Darauf, dass ich in diesem Jahr mein erstes Buch mit dem Verlag Ein Herz für Tiere veröffentlichen würde, wäre ich wirklich nie gekommen!

Kurz nach Ostern erreichte mich eine Mail vom Verlag mit dem Angebot, ein Buch zu schreiben. Noch heute ist es für mich völlig unerklärlich, wie die ausgerechnet auf mich gekommen sind. Aber das ist auch egal, das Resultat zählt! Und so kam es, dass nach wirklich arbeitsintensiven und dann nervenaufreibenden Wochen des Wartens Mitte September endlich “Fellnasentage” im Handel erschien. Zu dem Zeitpunkt war ich wahrscheinlich meinem direkten Umfeld schon so dermaßen auf den Geist gegangen, dass alle drei Kreuze machten, endlich das Buch in den Händen zu halten. Geduld ist manchmal wirklich nicht meine Stärke! Deshalb vielen Dank an alle, die mich in der Zeit trotzdem ertragen haben. Glaubt mir, für mich war es wesentlich schwerer als für euch! 😉

Ich habe ja in den letzten Wochen mehr als genug über “Fellnasentage” berichtet, falls du es aber noch nicht mitbekommen haben solltest, erfährst du hier mehr darüber. Das Feedback meiner Hundeblogger-Kollegen und auch von Leuten, die das Buch gekauft haben, ist durchweg positiv, was mich natürlich extrem freut und auch ein Stückchen stolz macht. Im Hinterkopf habe ich jetzt auch schon die eine oder andere Idee für den Nachfolger. Mal schauen, ob Ein Herz für Tiere da mitspielt. Du darfst gespannt sein…

Auf dem Rücken der Pferde...

…lag für mich in den letzten 20 Jahren vor allem der absolute Horror! Eigentlich komisch, denn als Kind und Jugendliche war ich absolut pferdeverrückt. Doch durch einen Unfall und dem damit verbundenen Aufenthalt im Krankenhaus schwand die Liebe etwas und wenig später wurden dann andere Dinge interessanter: Parties, Jungs und Ausschlafen! So dümpelte meine Liebe zu Pferden viele Jahre vor sich hin und ich begnügte mich damit, die großen Vierbeiner aus gebührendem Abstand zu bewundern.

Eine Begegnung am Silvestertag 2018 weckte dann mein Interesse an Pferden wieder ganz massiv. Ich hatte in den Abenteuern 2019 ja schon darüber gesprochen, dass ich gerne wieder reiten gehen würde. Nach schier endlosem Aufschieben habe ich mich im Sommer diesen Jahres endlich getraut und habe mich mit der Stute Primana, einem wirklich geduldigen und nachsichtigen Schulpferd, meiner Angst gestellt. Ich hatte bereits im Beitrag “Ist ein Pferd ein Rudeltier” ganz detailliert von dieser Erfahrung berichtet.

Leider hat sich in den letzten Wochen des Jahres die Arbeit in den Vordergrund gedrängt, so dass ich irgendwie nicht den Kopf zum Reiten hatte. Irgendwie bin ich mir aber auch noch nicht sicher, wie das Abenteuer Pferd für mich weitergehen soll. Natürlich finde ich es toll, auszureiten und ein langfristiges Ziel ist sicherlich auch, mit Hund und Pferd gemeinsam unterwegs zu sein. Allerdings habe ich auch immer noch mit meiner Angst zu kämpfen, fühle mich natürlich noch sehr unsicher im Sattel und habe eigentlich aufgrund meiner mangelnden Fähigkeiten konstant ein schlechtes Gewissen dem Pferd gegenüber. Ich finde auch nicht, dass ich besonders gut in der Lage bin, mich empathisch auf mein Gegenüber einzustellen. Anders als ich es bei Hunden könnte, was mit Sicherheit daran liegt, dass mir sowohl die Erfahrung als auch Kenntnisse in der Körpersprache von Pferden fehlen.

Es sieht also so aus, als müsste ich in Bezug auf meine Ziele mit Pferden noch einmal in mich gehen und Wege finden, die hier in unserer Gegend auch möglich sind. Hier herrscht nämlich die klassische Reiterei vor und da finde ich mich mittlerweile überhaupt nicht mehr wieder. Aber eins steht fest: Es soll und muss weitergehen!

Petfluencer oder Hundeblogger?

Eine weitere Überraschung war für mich die Nominierung zu den German Petfluencer Awards in der Kategorie bester Hundeblog. Auch hier weiß ich nicht so richtig, wie das eigentlich zustande kam. Ich habe nicht gewonnen, aber das ist nebensächlich. Man kann eben nicht alles haben und muss auch gönnen können. Dafür hätte ich einen wundervollen Tag mit meiner Mom bei der Beach Party in Köln und habe einige Leute kennen gelernt, denen ich schon länger bei facebook oder Instagram folge. Allein dafür hat sich die weite Anreise (von Berlin nach Köln) gelohnt. Die Hunde blieben natürlich zu Hause, weil ich ihnen die lange Fahrt nicht antun wollte. Alles über den Weiberausflug mit meiner Mama, kannst du im verlinkten Beitrag nachlesen…

Meine persönliche Einstellung zu dem Modewort “Petfluencer” hat im vergangenen Jahr mehr als nur eine Wandlung durchlaufen. Zuerst fand ich den Ausdruck ganz niedlich und eine witzige Abwandlung der bereits bekannten Influencer. Es wirkte sympathisch und besaß für mich eine gewisse Art von Humor. Dann wandelte sich das Ganze und der Ausdruck ging mir schon fast ein bißchen auf die Nerven. Und schließlich sprangen die ersten Werbeagenturen (ja, es gibt mehrere) auf den Trend an. Vermehrt traten mehr oder weniger ernstzunehmde “Petfluencer”-Agenturen an mich heran, wollten, dass wir uns auf ihrer Website registrierten. Aus purer Neugier habe ich das dann mal getan und es passierte erst einmal eine ganze Weile gar nichts.

Durch den bereits erwähnten Petfluencer Award bekam das Thema dann sprungartig so viel Popularität, dass es gefühlt überall nur noch Petfluencer gibt. Da geht es darum, wer die meisten Followers hat und welche Engagement Rate dabei herum kommt. Es geht um Werbekennzeichnungen, Kampagnenziele und ein möglichst gebündeltes “Beschallen” der Zielgruppe auf Instagram. Und auf einmal sehe ich mich in einem Zwiespalt: Was bin ich eigentlich? Hundeblogger oder Petfluencer? Und was ist wichtiger für mich? Hübsche Werbefotos mit meinen Hunden zu posten oder wirkliche Gedanken, Tipps und Erfahrungen etwas ausführlicher und mit einem gewissen Mehrwert im Lieblingsrudel-Blog zu beschreiben? Wer ist eigentlich meine Zielgruppe und was will sie? Was will ich? Was haben Murdoch und Freya dazu zu sagen? Und wann kommt der Zeitpunkt, wenn aus geschätzten Lesern, Fans und Followern plötzlich nur noch Kennzahlen für einen vermeintlich finanziellen Erfolg des Ganzen werden? Vermeintlich deshalb, weil durch das Überangebot an Petfluencern und willigen Kooperationspartnern auch die Qualität der Werbung leidet. Nun bin ich in der glücklichen Lage, mit meinen Kooperationspartnern zum Großteil auf Augenhöhe und teilweise auch schon langfristig zusammen zu arbeiten, allerdings mehren sich gegenteilige Erfahrungen, die mit Respekt oder echtem Herzblut nur noch sehr wenig zu tun haben. Aber dazu demnächst mehr in einem anderen Beitrag.

Und wie geht es jetzt weiter?

Nun stellt sich mir also nach über drei Jahren Lieblingsrudel die Frage, wie es weitergehen soll? Ich möchte nicht auf Werbung verzichten, weil ich es nicht nur wichtig finde, über bestimmte Themen, wie z.B. Hundeernährung aufzuklären, sondern gern auch (meiner Meinung nach) gute Alternativen vorstelle. Es gibt dort draußen so viele Hundternehmen, die innovativ, nachhaltig und im Sinne unserer Hunde denken. Und es gibt immer mehr Hundefreunde, die sich für ein artgerechtes und nachhaltiges Leben ihrer Vierbeiner interessieren. Da es auch für mich in den letzten Jahren eine Reise war, bin ich immer wieder froh über den Austausch im Lieblingsrudel – mit alten Hasen genauso wie mit Neulingen, die bestimmte Themen gerade erst für sich entdecken. Ich freue mich über jeden, der bereit ist, sich und seinen Hund (und vor allem die Beziehung zueinander) mal mit anderen Augen zu sehen. Und da gehört es für mich auch dazu, immer mal wieder gute und sinnvolle Produkte zu empfehlen.

So ist für mich die Zeit zwischen den Jahren zwar keine Sinnkrise, aber dennoch eine genauere Sinndefinition. Ich hoffe, ich habe die Antwort gefunden, bis ich dir im neuen Jahr von unseren geplanten Abenteuern 2020 erzählen kann.

Das waren also die großen Erkenntnisse, die ich im Jahr 2019 sammeln durfte. Hinzu kommen natürlich jede Menge kleine Momente, für die ich still und leise dankbar bin. Menschen und Tiere in meinem Leben, die ich nicht mehr missen möchte oder auch welche, von denen ich mich verabschiedet habe, weil ich deren Sichtweise auf das Leben nicht mehr nachvollziehen kann oder so etwas einfach nicht brauche. Ich werde selektiver was das betrifft, womit ich mich auseinander setze und ich merke, das tut mir gut. 

Wie war dein Jahr 2019? Machst du regelmäßig einen kleinen Rückblick oder freust du dich einfach nur auf das kommende Jahr?

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2 Kommentare

Petra Bauer · 3. Januar 2020 um 10:55

Also bei mir/uns war das Jahr 2019 etwas durchwachsen deswegen hoffe ich dass 2020 etwas angenehmer wird. Also ich konnte ja schon garnichts mit Influencern anfangen, jetzt auch noch Petfluencer. Es gibt so Dinge die man einfach nciht braucht, vorallem wenn sie dann wie Pilze aus dem Boden spriesen und alles nur um den schnöden Mammon geht, meistens wohl 🙁
Ich habe das jetzt alles gelesen und gern gelesen und bin mal gespannt was da kommen wird vom Lieblingsrudel mit oder ohne Pferd 😀 und such jetzt mal den Bericht von Mama und Kóln, denn der ging an mir vorbei. Ich freue mich auf das Jahr 2020 mit EUCH 😀
Liebe Grüsse aus Spain 😀

Anna · 30. Dezember 2019 um 17:33

Liebe Franziska,
meine Highlights mit dir waren das persönliche Kennenlernen und das Interview, das du mir für meinen Podcast gegeben hast und der professionelle Adventskalender. Dass du viel Herzblut in die Arbeit steckst, das merkt man deinem Hundeblog an <3 Vielen Dank für dein Engagement und auf weitere spannende Abenteuer in 2020!

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