*Werbung für mehr Authentizität*
Bevor du dich wunderst, möchte ich eine Ankündigung machen. Ab sofort werde ich jeden einzelnen meiner Beiträge als *Werbung* kennzeichnen. Aufgrund aktueller Gerichtsurteile sehe ich leider keine andere Möglichkeit, aber ich will auch erklären, warum das so ist.

Bislang habe ich immer gedacht, das wäre relativ einfach, auf seinem Blog hin und wieder eine Werbung für empfehlenswerte Produkte zu veröffentlichen. Auch bei Hundternehmer habe ich gern Produkte und Dienstleistungen weiter empfohlen, die ich persönlich für gut befinde und von denen ich finde, dass sie anderen helfen können.

Ich gebe zu, ich möchte gern auch hin und wieder Geld verdienen mit meinen Blogs. Es geht einfach viel Zeit in die Erstellung der Beiträge, redaktionelle Planung, Fotoshoots und administrative Aufgaben, wie erst kürzlich die Umstellung auf die neuen Datenschutzbestimmungen der EU, die uns Bloggern wundervolle schlaflose Nächte besorgt hat. Auch finanziell ist ein Blog, je nach Aufwand und Rundum-Service, durchaus etwas, was nicht für lau zu bekommen ist. So sehr die ganze Sache absolutes Herzensprojekt ist, wie geil ist es denn bitte, wenn für all die Arbeit dann auch noch ein paar Goodies in Form von kostenlosen Produktmustern oder ein kleines Honorar dabei rausspringen? Unabhängig mal von der Tatsache, dass es mir vergönnt ist, meinen Hunden sozusagen Zucker in den Plüschpopo zu blasen, weil wir immer tolle Produkte testen dürfen (die ich vorher nach strengen Kriterien auswähle). 😃

Wie dem auch sei, hat es kürzlich einen Fall bei einer Social Influencerin gegeben, bei dem sie wegen Schleichwerbung abgemahnt wurde. Gleichzeitig macht sich in der Blogger-Community Panik breit, weil keiner weiß, wie eine zulässige Werbekennzeichnung denn aussehen soll und für was genau sie überhaupt gesetzt werden muss. Wenn jetzt auch schon markierte Orte oder befreundete Profile als Werbung gelten sollen, macht das die Sache nur verwirrender.

Ich werde also in den nächsten Tagen und Wochen all meine Beiträge auf dem Blog, bei Facebook und Instagram überarbeiten, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.

Für dich hat das den Nachteil, dass du nun kaum noch zwischen meiner tatsächlichen Meinung und bezahlten Kooperationen unterscheiden kannst. Deshalb hier kurz einige meiner Prinzipien, nach denen ich Produkte und Dienstleistungen auswähle, die ich dann weiterempfehle.

  • Die Produkte müssen einem artgerechten, schönen Hundeleben gerecht werden.
  • Innovative Produkte, die Probleme von Hundehaltern lösen können, sind immer gern gesehen.
  • Die Philosophie und Geschäftspraktiken des Hundternehmens müssen fair, sozial und gerecht sein. Eine persönliche Hundternehmer-Geschichte erwärmt mein Herz noch zusätzlich.
  • Ich muss einen Sinn in dem Produkt sehen und einen Mehrwert erkennen.
  • Meine Hunde müssen die Produkte für gut befinden.
  • Kurzum: Ich empfehle nichts, wo ich nicht persönlich dahinter stehe und von überzeugt bin.

Sind die obigen Punkte nicht erfüllt, verzichte ich auf eine Zusammenarbeit, auch wenn sie gut bezahlt wäre. Keine Kompromisse! Ich habe auch schon Kooperationen abgesagt, nachdem ich festgestellt habe, dass das Hundternehmen hinter dem Produkt nicht zu meiner Philosophie passt.

Ich kann aber einfach nicht anders, in meinen Beiträgen auch hin und wieder Produkte zu empfehlen. Dazu muss es sich nicht einmal um einen reinen Werbebeitrag handeln, in dem ich ein Produkt oder Hundternehmen vorstelle. Auch, wenn es inhaltlich passt, möchte ich meine Empfehlung geben können. Das ist der ganze Hintergrund meines Blogs, dass ich anderen Hundehaltern von meinen Erfahrungen berichten und ihnen möglicherweise bei einem Problem oder einer Frage helfen kann.

Witzig ist, dass ich seit meinem Einzug hier auf dem Land permanent Probleme mit dem Internet habe, weil es hier einfach keine anständige Verbindung gibt. Jedes Gigabyte darf ich teuer kaufen, weil nichts entwickelt ist. In Deutschland! Einem der wirtschaftsstärksten Länder der Welt, das ohne mit der Wimper zu zucken Urteile über Influencer Marketing erlässt, ohne auch nur im Geringsten auf dem aktuellen Stand zu sein. Aber das hat mit der Sache eigentlich nichts zu tun. Es passt nur gerade, wo ich mich so schön aufrege und es frustriert mich schon seit Monaten, weil ich nicht so mit dem Lieblingsrudel auf Facebook und Instagram in Kontakt bleiben könnte, wie ich gern wollte.

Also, wie gesagt werden ab sofort all meine Beiträge als Werbung gekennzeichnet sein, bis man sich an den Gerichten zu Details der Werbekennzeichnung geeinigt hat, statt alles durch Abmahnungen und Klagen in Einzelfällen zu entscheiden. Ich möchte mich bei dir dafür entschuldigen, aber leider sehe ich bei dem aktuellen Wirrwarr keine andere Möglichkeit.

Wenn dir das jetzt schon genauso auf den Zeiger geht, wie mir, dann möchtest du die Sache vielleicht auch unterstützen? Hier gibt es eine Petition (*Werbung für mehr Transparenz und einheitliche Regelungen*) zu dem Thema. Durch deine Unterschrift leistest du einen Beitrag zu einer aktiven und abwechslungsreichen Blogger-Szene in Deutschland und für eine klare Regelung zur Kennzeichnung von Werbebeiträgen. Bis dahin muss ich leider für alles mögliche Werbung machen…

Hat dir der Beitrag gefallen und du möchtest gern helfen, eine einheitliche Regelung für die Werbekennzeichnung bei Bloggern zu finden, dann teile den Beitrag und die Petition gern mit deinen Freunden. Jede Unterschrift hilft!

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