Laut Angaben von Tierärzten sollen ca. 80% der Hunde ab 2 Jahren Probleme mit ihren Zähnen haben. Oft bleibt dies von uns Hundehaltern unbemerkt, bis irgendwann ernsthafte Probleme auftreten. Wie du erkennst, ob dein Hund Zahnschmerzen hat und wie du Zahnproblemen es vorbeugst, erfährst du hier.

Hast du dir in letzter Zeit mal die Zähne deines Hundes genau angeschaut? Auch wenn dein Hund noch nicht alt ist, lohnt es sich, regelmäßig hinzuschauen. Murdoch (5 Jahre) und Freya (3 Jahre) haben beide, trotz guter Ernährung und vielen Kauspielzeugen, bereits einen leichten braunen Streifen an der Oberkante zum Zahnfleisch. Das ist bereits Zahnstein, der sich bis ins Zahnfleisch hochfressen und zu ernsthaften Problemen führen kann. Denn auch Hunde müssen Zähne putzen und das haben wir in der Vergangenheit, wie die Mehrzahl der Hundehalter, ein bißchen schleifen lassen.

Ich war immer der Meinung, dass durch gutes Futter (kein Zucker) und regelmäßige Kauspielzeuge und Kauknochen die Sache mit dem Zähneputzen erledigt sei. Doch wie du auf den Fotos siehst, haben beide trotzdem nun schon etwas braunen Zahnstein, den man deutlich unter dem Zahnfleisch sehen kann. Dieser Zahnstein kommt von Parodontitis und kann zu Entzündungen des Zahnfleisches bis hin zum Zahnverlust führen. Außerdem sorgen Entzündungen im Mundraum dafür, dass Giftstoffe auch in den Rest des Hundekörpers gelangen und so weitere Wehwehchen bzw. allgemeines Unwohlsein hervorrufen können. Deshalb setzen wir uns heute mit Zahnproblemen bei Hunden auseinander.

Murdoch (5 Jahre) mit leichtem Zahnstein, besonders an den Reißzähnen
Freya (3 Jahre) mit leichtem Zahnstein und Holzresten an Reiß- und Backenzähnen

Woran erkennst du, dass dein Hund Zahnschmerzen hat?

Es ist gar nicht so einfach mitzubekommen, ob dein Hund Zahnschmerzen hat oder nicht. Beobachte deinen Hund beim Fressen ab und zu etwas genauer. Wenn er vermehrt Speichelfluss zeigt, ihm die Futterbrocken aus dem Mund fallen oder er ungewöhnlich kaut, dann ist die Chance groß, dass etwas nicht stimmt. Durch die Schmerzen kann dein Hund gereizt sein, lustlos oder erschöpft wirken.

Auch kaltes Wasser kann dir einen Aufschluss geben, ob die Zähne deines Hundes vielleicht besonders empfindlich sind. Das kannst du gut selbst testen, indem du ihm etwas kaltes Wasser gibst und ihn dann beim Trinken beobachtest. Zuckt er zusammen oder trinkt nur ganz kurz, könnte etwas mit den Zähnen nicht stimmen. Auch wenn du beobachtest, dass er bei einem Kauknochen z.B. nicht gleichmäßig kaut, sondern bestimmte Teile seiner Zähne schont, kann das ein Zeichen sein.

Wenn du das Gefühl hast, dein Hund könnte Zahnprobleme haben, gibt es noch einen Trick, den du aber lieber beim Tierarzt machen solltest. Dabei wird der möglicherweise betroffene Zahn vorsichtig geklopft um zu sehen, wie der Hund reagiert. Hier ist aber besondere Vorsicht geboten, da Hunde aus Reflex auch mal zuschnappen können, wenn sie Schmerzen haben. Deshalb solltest du hier lieber einen Profi ranlassen.

Parodontitis und seine Gefahren

der sich das Zahnfleisch entzündet und dann soweit zurückgeht, dass letztendlich die Zähne ausfallen. Ursache für diese weit verbreitete Krankheit sind Bakterien, die nach dem Fressen durch Essensreste an den Zähnen kleben bleiben. Das Resultat ist schlimmer Mundgeruch, den sicher der ein oder andere Hundehalter kennt. Sollte dein Hund also unangenehmen aus dem Maul riechen, kannst du davon ausgehen, dass er Parodontitis hat.

Auch Zahnstein, wie bei Murdoch und Freya, bildet sich und muss regelmäßig entfernt werden. Auch er kann zu schlimmen Entzündungen führen, die auch den Rest deines Hundes krank machen.

So kannst du vorbeugen

Das Futter spielt eine große Rolle, nicht nur für den allgemeinen Gesundheitszustand deines Hundes, sondern besonders auch für die Maulhygiene. In vielen industriellen Fertigfuttern befindet sich Zucker, auch wenn er vielleicht unter anderem Namen auf der Inhaltsliste erscheint. Achte darauf, dass das Futter deines Hundes möglichst artgerecht ist und gute Zutaten enthält. Der weitverbreitete Irrglaube, dass Trockenfutter automatisch für die Zahnreinigung funktioniert, kann mit einer einfachen Tatsache beantwortet werden: Du isst ja auch keine Butterkekse und kannst dir hinterher das Zähneputzen sparen. 😉

Die herkömmlichen Kauknochen aus Rinderhaut sind nicht die optimale Antwort auf das Problem. Sie werden in der Herstellung meist mit so vielen Chemikalien behandelt, dass sie meiner Meinung nach eher schädlich für die Gesamtgesundheit des Hundes sind und auch bei der Zahnpflege sehe ich dort keine große Tauglichkeit. Ähnlich verhält es sich mit den sogenannten Dental-Sticks, die speziell zur Zahnreinigung beworben werden. In denen der großen Hersteller finden sich neben zahlreichen fragwürdigen Zutaten und einer Liste von E-Nummern häufig auch Zucker. Ohne Worte…

Wenn ich meinen beiden Kauzeug zur Zahnreinigung gebe, sind das meistens Rinderhautstreifen mit Fell (*Werbung). Diese sind naturbelassen, geben langen Kauspaß und reinigen die Zähne durch die Haare eher bürstenartig. Außerdem wird diesem Kausnack nachgesagt, dass er für eine gesunde Darmflora sorgen soll.

Es gibt auch eine ganze Reihe natürlicher Mittel, mit denen man die Zahn- und Mundgesundheit seines Hundes unterstützen kann. Hier teste ich gerade einige und werde sie in den nächsten Tagen im Blog vorstellen. Sogar Zahnbürsten für Hunde und spezielle Hundezahnpasta sind auf dem Markt erhältlich. Auch wenn der eine oder andere jetzt vielleicht amüsiert schaut, es macht durchaus Sinn, die Zähne des Hundes regelmäßig zu putzen.

Fakt ist, dass du deinen Tierarzt bitten solltest, bei den regelmäßigen Kontrollen auch ins Maul deines Hundes zu schauen. Und auch du solltest ab und an genau hinschauen. Wenn du einen braunen Streifen an der Oberkante der Zähne siehst, ist es bereits Zeit zu handeln. Besonders schlimm wird es, wenn der Zahnstein sich immer weiter über den ganzen Zahn ausbreitet und gräulich wird. Ich habe neulich bei einem 7 Jahre alten Rüden nur noch Zahnstein und kein Stück natürlichen Zahn mehr gesehen. Verbunden mit dem Gestank aus seinem Maul habe ich den Besitzern dringend empfohlen, schnellstmöglich mit ihm zum Tierarzt zu gehen. Das kann für den Hund nur schmerzvoll sein…

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