Kennst du das? Du hast deinen Hund nur eine Stunde allein gelassen, kommst nach Hause und findest die Wohnung im Chaos vor? Schuhe zerkaut, Müll auseinander genommen und ein kuscheliges Loch ins Sofa gefressen? Wir haben hier 3 Trainingsschritte, die auf jeden Fall helfen.

Zuerst eine Gassirunde

Sorge dafür, dass dein Hund mit ein bißchen Bewegung seine überschüssige Energie los werden kann. Ein schöner, langer Spaziergang oder eine Spiel- oder Trainingseinheit (20-30 Minuten, je nach Hund) stärken nicht nur die Bindung zwischen euch, sondern fordern ihn und machen ihn müde. So wird der nächste Teil der Übung leichter für euch beide. Je mehr sich dein Hund austoben darf, desto wahrscheinlicher ist es, dass er das Alleinsein-Training relativ entspannt verschläft oder zumindest ruht.

Das Ritual "Wohnung verlassen"

Nach dem Spaziergang stelle zu Hause ein Ritual auf, dem du strikt folgst, bevor du das Haus und deinen Hund verlassen möchtest. Das kann z.B. ein bestimmter Geruch sein (Lavendel wirkt beruhigend) oder ein Kauknochen, den er immer bekommt. Auf jeden Fall solltest du deinen Hund auf seinen Platz schicken und ihn dort liegen lassen. Er soll dir nicht in der Wohnung hinterher laufen dürfen. Das macht den Abschied für ihn nur abrupter und schrecklicher. Desensibilisiere deinen Hund gegen die Auslöser seiner Trennungsangst, z.B. Jacke anziehen oder Schlüsselbund nehmen. Dazu benutzt du die Gegenstände zwischendurch immer mal wieder, ohne dass du das Haus verlässt.

Übung macht den Meister

Und dann hilft wirklich nur noch Übung. Schritt für Schritt.Um das ganze ein bißchen zu unterstützen kannst du deinen Hund zwischendurch immer mal wieder in seinem Körbchen liegen lassen und den Raum verlassen. Wenn du der Meinung bist, dass dein Hund dann entspannt liegt und sich nicht mehr wirklich sorgt, wenn er alleine ist, dann gehst du das erste Mal aus der Wohnung. Nicht weit und nicht lange! Geh wieder rein, noch bevor der Hund die Chance hat, unruhig zu werden. Lieber einmal öfter, als einmal zu lange und er weint. Die Abstände kannst du dann langsam vergrößern.

Es wird vielleicht eine Weile dauern, bis dein Hund entspannt auf seinem Platz liegen bleiben kann und es wird viel Arbeit erfordern. Aber bedenke, dass du mit diesem Zeitaufwand die zukünftigen Jahre im Zusammenleben mit deinem Hund grundlegend gestaltest. Es lohnt sich, jetzt ein wenig mehr Zeit und Geduld zu investieren.

Die Püppi hat es auch gelernt

Als Püppi zu uns kam, konnte man noch nicht mal auf die Toilette gehen, ohne einen weinenden Hund zu haben. Sobald man wieder da war wurde man mit einem Schuh im Maul und komischen Geräuschen begrüßt. Zerkaut hat sie die Schuhe nie, nur immer rumgetragen. Es wird trotzdem schnell nervig, wenn man immer 10 Minuten Schuhe suchen muss, um Gassi gehen zu können. Sie ist jetzt 3 Monate bei uns und war letzte Woche zum ersten Mal alleine – naja zusammen mit Murdoch. Das einzige was ich vorgefunden habe, war ein Schuh direkt in der Mitte des Wohnzimmers, aber nicht angekaut. Natürlich war die Wiedersehensfreude groß und mir wurden auch sofort meine Hausschuhe gebracht. Manche Macken haben ja auch seine Vorteile… 🙂

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4 Kommentare

Ines · 4. Juli 2017 um 15:46

Unser Hund hat zwar nichts angestellt, aber geweint, wenn ich nicht da war. Ich habe mich zwei Wochen lang fast jeden Tag bei der Nachbarin vor die Tür auf die Bank gesetzt. Vorher bin ich mit vollem Gepäck und Anstellen der Alarmanlage aus dem Haus gegangen.

Wenn das Geweine vorbei war (dauerte zum Glück nicht lange), bin ich wieder nach Hause gegangen. Die Zeit meiner Abwesenheit habe ich so auf 30 Minuten gesteigert, dann bin ich wirklich weg gegangen für bis zu zwei Stunden, nach einem Jahr habe ich es auf 4-5 Stunden ausgedeht.

Vorher Gassigehen mache ich bis heute noch, wenn ich länger als ganz kurz weg bin.

    Franziska · 4. Juli 2017 um 18:49

    Ja, das mit dem langsamen Ausdehnen der Zeit wirkt auf jeden Fall. Und sie lernen es, wenn man sich nur ein bißchen Zeit nimmt und Geduld hat. Gassigehen ist eine gute Hilfe gegen fast alles. 🙂

spooky_cvc · 3. Juli 2017 um 18:52

Wir hatten anfangs auch Probleme mit unserem Labrador-Welpen. Sie hat uns alles möglich und unmögliche zerkaut wenn wir am Vormittag nicht zuhause waren. Wir haben dann alle Schachteln und Kartons (zB von Amazon) mit zerknülltem Zeitungspapier gefüllt und darin kleine Leckerlis versteckt und dann den Karton wieder fest zugeklebt. Das war bei unserem Welpen die Lösung des Problems. Sie hat in unserer Abwesenheit die Kartons stundenlang zu Konfetti verarbeitet (tja den Müll haben wir bei unserer Rückkehr zusammenräumen müssen) und ist dann friedlich eingeschlafen – dies haben wir ca. 1-2 Monate beibehalten und dann langsam ausgeschlichen. Sie hat dann nie wieder etwas angeknabbert 🙂

    Franziska · 4. Juli 2017 um 11:31

    Wow! Das ist eine richtig gute Idee! Vielen Dank für deinen Kommentar. Das werde ich mal weiter empfehlen, wenn mich demnächst jemand fragt. 🙂

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