Ach, du meine Güte! Die Chihuahua-Hündin unserer neuen Nachbarn wird in den nächsten Tagen ganz unverhofft Welpen bekommen! Und ich wurde gefragt, ob ich bei der Geburt unterstützend zur Seite stehen kann. Also habe ich mich mal schlau gemacht, was man für eine Hundegeburt alles braucht und wie das abläuft. Hier erfährst du, worauf du achten musst, wenn deine Hündin Welpen bekommt.

Ich habe ja in meinen Abenteuern für das Lieblingsrudel 2018 schon berichtet, dass ich gern Welpen von Murdoch und Freya hätte. Aufgrund der Tatsache, dass bei uns dieses Jahr schon wieder so richtig viel los ist mit Verreisen und Besuch bekommen, habe ich diesen Wunsch auf nächstes Jahr verschoben. Ich möchte einfach Zeit und Ruhe haben, wenn Welpen ins Haus kommen, und mich ganz auf sie konzentrieren. Deshalb ist dieses Jahr wohl doch noch etwas früh.

Aber das Universum hat meinen Wunsch gehört und gibt mir nun die Möglichkeit, ein paar Erfahrungen zu sammeln, bevor es auch bei uns soweit sein soll. Die Nachbarn haben mich nämlich gefragt, ob ich sie bei der Geburt und der Aufzucht der Welpen in den nächsten Wochen ein wenig unterstützen kann. Im Gegenzug hab ich die Erlaubnis bekommen, hier im Blog und auf Facebook und Instagram über die Geburt und die Entwicklung der Kleinen zu berichten. Du kannst dich also schon mal mental auf etliche Zuckerschocks in den nächsten Wochen vorbereiten. 😉

Und als kleine Vorbereitung für mich, habe ich hier mal einen kleinen Ablaufplan für die Geburt zusammengestellt, sowie eine Liste von Dingen, die man parat haben sollte.

Die Geburt von Hundewelpen

Im Schnitt ist eine Hündin 63 Tage trächtig. Das kann sich um ein paar Tage verschieben, aber so kannst du schon mal den möglichen Geburtstermin errechnen und alles vorbereiten. Weiter unten findest du eine Checkliste, was du für die bevorstehende Geburt besorgen solltest.

Die besten Tipps, die Freunde mit Welpenerfahrung mir geben konnten, hatten jedoch nichts mit organisatorischen Vorbeitungen zu tun hatten. Das Wichtigste ist, dass du ruhig bleibst und deine Hündin wo es geht unterstützt. Das meiste kann die Hündin selbst und man sollte es sie auch machen lassen, denn das fördert die Beziehung zu den Welpen und weckt den Mutterinstinkt. Eine ruhige und entspannte Atmosphäre, die Sicherheit vermittelt, ist das Wichtigste.

Wenn es dann losgeht, merkst du es u.a. an folgenden Anzeichen:

6-12 Stunden vor der Geburt beginnt die Hündin, durchweg zu hecheln und ist ziemlich unruhig. Nervös rennt sie herum, sucht immer mal wieder die Wurfbox auf, bleibt aber nicht lange darin. Auch körperliche Veränderungen treten ein. Der Bauch, der bislang zwar dick, aber trotzdem straff war, sackt nach unten ab und das Gesäuge stellt sich auf.

Kurz vor der Geburt fällt die Temperatur der Hündin von normalerweise 38-39°C auf 37°C ab. Zwischendurch Fieber messen kann dir also einen Aufschluss geben, wann es wirklich los geht. Erfahrene Hundehebammen sagen allerdings, dass diese Methode nicht immer sehr zuverlässig ist, weil auch schon während der gesamten Zeit die Temperatur des Hundes schwanken kann.

Das Einsetzen der Vorwehen erkennst du daran, dass die Hündin nun nur noch zeitweilig hechelt, nämlich immer dann, wenn die Vorwehen einsetzen. Die Vulva der Hündin wird weich und es zeigt sich ein weißlicher Ausfluß. Jetzt sollte innerhalb der nächsten drei Stunden der erste Welpe geboren werden. Ist dies nicht der Fall, solltest du vorsichtshalber den Tierarzt rufen. Manche Hündinnen leiden unter Wehenschwäche oder es kann zu anderen Komplikationen kommen, bei denen du vielleicht besser einen Fachmann an der Seite haben solltest.

Bei den Presswehen merkst du, wie deine Hündin heftiger hechelt. Die Wehen werden stärker und die Hundemama ist dazwischen wahrscheinlich sehr unruhig und läuft umher. Das ist auch gut so, denn Bewegung unterstützt den Prozess. Du kannst auch noch mal mit ihr ein paar Meter vor die Tür oder in den Garten gehen. Lasse sie dabei aber unbedingt an der Leine und auf gar keinen Fall aus den Augen. Wenn die Fruchtblase platzt, steht die Geburt des ersten Welpen kurz bevor.

Die Fruchtblase platzt mit einem richtigen Schwall grünlich-brauner Flüssigkeit. Innerhalb der nächsten 15 Minuten sollte der erste Welpe auf der Welt sein. Wenn es länger dauert, rufe den Tierarzt oder eine Hundehebamme. Nach dem ersten kommen die nächsten Welpen im Abstand von 20 bis 40 Minuten. Auch hier gilt wieder: Dauert es länger, hole den Tierarzt!

Es ist übrigens nicht ungewöhnlich, dass die Welpen als Steißgeburt auf die Welt kommen. Mehr als die Hälfte aller Hundebabys werden so geboren. Es kann nur ein wenig heikel werden, wenn der erste Welpe auf diese Art das Licht der Welt erblickt. Der Geburtskanal ist dann möglicherweise noch nicht richtig geweitet und der Welpe bleibt mit dem Kopf stecken. Dann musst du vorsichtig nachhelfen und leicht am Welpen ziehen, aber nur während einer Presswehe.

Wenn der Welpe auf der Welt ist, lasse ihn zu seiner Mutter, damit sie ihn ablecken kann. Das regt den Blutkreislauf an und intensiviert die Verbindung zwischen Welpe und Mutter. Nur, wenn sie es nicht von allein schafft, solltest du ihr beim Aufreißen der Fruchtblase und Durchtrennen der Nabelschnur helfen.

Die Fruchtblase kann man mit Zeigefinger und Daumen im Genick des Welpen aufreißen und komplett entfernen. Danach solltest du kontrollieren, ob Nase und Maul frei von Fruchtwasser sind und der Welpe atmet. Sollte das nicht der Fall sein, kannst du ein bißchen nachhelfen und mit dem kleinen Finger (desinfiziert!) das Mäulchen leeren und über die Nase wischen. Die Nabelschnur bindest du mit einem sterilen Faden ca. 3 cm vom Welpen entfernt ab. Ein weiterer Knoten muss noch ein Stück weiter und dazwischen schneidest du die Nabelschnur durch.

Markiere jeden Welpen mit einem farbigen Punkt oder einem Welpenhalsband und notiere dir Zeitpunkt der Geburt, Größe und Gewicht. Am besten misst du ihn mit einem Maßband und legst ihn hinterher in einer kleinen Schale auf die Küchenwaage. Das Gewicht und die Größe sollten in den nächsten Tagen täglich kontrolliert werden und nach ca. 1 Woche alle 2-3 Tage. So kannst du sicherstellen, dass die Welpen sich gut entwickeln und gesund sind.

Zu jedem Welpen gehört eine Nachgeburt, die spätestens mit dem nachfolgenden Welpen herauskommen sollte. Pass hier genau auf, dass genauso viele Nachgeburten wie Welpen kommen. Verbleibt eine im Körper der Mutter, kann das sehr ernst werden und sogar zum Tod der Hündin führen. Die Nachgeburten (2-3) frisst deine Hündin normalerweise auf. Das ist okay und versorgt die Mutter mit wichtigen Nährstoffen. Außerdem regt es die Milchproduktion an. Sollten es viele Welpen (und viele Nachgeburten) sein, kannst du ein paar davon entsorgen. Wenn die Hündin zu viele frisst, kann es zu Durchfall und Erbrechen kommen.

Nachdem die Geburt überstanden ist und hoffentlich alle wohlauf sind, solltest du eine kurze Runde mit deiner Hündin Gassi gehen, ihr etwas zu Fressen und zu Trinken anbieten. Wenn sie ein bißchen aufgepeppelt werden muss, dann gib ihr Brühe (Zimmertemperatur) zu trinken. Danach solltest du der jungen Familie ein bißchen Ruhe gönnen, aber trotzdem regelmäßig nach den Welpen sehen.

Sicherheitshalber solltest du hinterher den Tierarzt zur Nachkontrolle kommen lassen. Dann kannst du sicher sein, dass Hundemama und Welpen den Geburtsprozess gut überstanden haben.

So ist zumindest die Theorie! Wie das in der Praxis aussieht, werde ich in den nächsten Wochen hier im Blog berichten. Ich freue mich schon auf die Geburt, die jetzt jederzeit anstehen kann und hoffe, dass alles gut läuft. Damit wir bald ein paar süße, gesunde und fröhliche Chihuahuawelpen bestaunen können. Ich halte dich auf dem Laufenden!

Checkliste für eine Hundegeburt

Ich habe dir die Produkte auf dieser Checkliste gleich verlinkt, damit du sie bei Bedarf direkt bestellen kannst. Bei diesen Links handelt es sich um Affiliate Links, also Werbung. Das bedeutet, dass wir eine kleine Provision auf deinen Einkauf über diese Links bekommen. Für dich ändert sich dabei nichts am Preis, aber wir freuen uns über ein paar Cent. 🙂

Damit sollte ich eigentlich ganz gut auf die Geburt der Chihuahua-Welpen vorbereitet sein. Viele Menschen in meinem Umfeld haben mir eh versichert, dass die meisten Hündinnen es ganz gut von allein hinbekommen. Ich bin gespannt und werde natürlich bei Facebook und Instagram darüber berichten. Hier auf dem Blog wird es regelmäßige Updates zur Entwicklung der kleinen Fellmoster geben.

Für Tipps und Anregungen zur Geburt und Aufzucht der Welpen bin ich übrigens sehr dankbar. Wenn du also eine Idee hast oder noch etwas beisteuern kannst, dann lass es mich gern wissen in den Kommentaren.

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