Mit Hund verreisen: Schottland

Sommerzeit = Urlaubszeit! Deshalb haben wir heute mal einen kleinen Urlaubstipp für dich und deinen Hund. Und zwar geht es nach Schottland! Wer es noch nicht weiß: Unser persönliches Lieblingsrudel ist ja zu 25% schottisch, das Lieblingsherrchen kommt nämlich aus Glasgow. Daher kennen wir Schottland sehr gut und haben viele Freunde dort. Ideale Voraussetzungen für einen qualifizierten Reisetipp.

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Generell ist Schottland sehr hundefreundlich. Es gibt so gut wie keine Leinenpflicht, besonders in den ländlichen Gebieten der Highlands. Das setzt jedoch voraus, dass Hund und Halter sich zu benehmen wissen. Denn in Schottland gibt es überall freilaufende Schaf- und Kuhherden, sowie viel Wild, das natürlich nicht gestört werden sollte.

Die Hinterlassenschaften solltest du tunlichst wegräumen, sonst wirst du schnell den sehr rauhen und sarkastischen Humor der Schotten kennen lernen. Für die Haufen gibt es überall Schippchen, Beutelspender und Mülleimer. Sollte man trotzdem dabei erwischt werden, den Haufen einfach liegen zu lassen, erwarten einen hohe Geldstrafen.

Ansonsten ist Schottland größtenteils ein wahres Paradies für Hunde. Bei ausgedehnten Wanderungen durch die schottischen Highlands oder entlang der atemberaubend schönen Strände gibt es alles, was Naturverliebten das Herz höher schlagen lässt. Doch bevor ich mich dazu in Details verliere, hier die wichtigsten Punkte, die man bei der Reise mit Hund nach Schottland beachten sollte.

Einreisebestimmungen für den Hund

Großbritannien hat zum Glück die, bis vor wenigen Jahren noch geltende, Quarantänepflicht abgeschafft. Du musst deinen Hund also nicht mehr 8 Wochen vor der Reise in Quarantäne geben. Es reicht ein EU-Impfpass, eine gültige Tollwutimpfung und eine aktuelle Wurmkur. Hier sind die Bestimmungen auf einen Blick:

  • Tollwutimpfung: mindestens 3 Wochen, maximal 3 Jahre alt
  • Wurmkur: 24 Stunden bis maximal 5 Tage vor Einreise
  • Mikrochip und Identifikationsnummer

Sehr zu empfehlen ist übrigens, den Hund vor der Reise noch beim europäischen Haustierregister TASSO e.V. registrieren zu lassen. Das ist kostenlos und kann ganz schnell und einfach online erledigt werden.

Sollte der Hund unterwegs verloren gehen, kann er über Tasso schnell wieder zurück nach Hause finden. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Hilfe schnell und unkompliziert kommt. Eigentlich sollte jeder Hund dort registriert sein, es kann nämlich immer mal etwas passieren. Der Verein arbeitet auf Spendenbasis. Weitere Informationen dazu findest du auf der Tasso Website.

Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, kann seinen Hund mit einem Tractive GPS Tracker (hier bei Amazon kaufen) ausstatten. Über die Tractive App kannst du deinen Hund jederzeit über GPS orten und es gibt zahlreiche weitere Funktionen wie das Aufzeichnen der gelaufenen Routen. Allerdings muss ich dazu sagen, dass es mit der Internetverbindung in Schottland, besonders in den Highlands, manchmal nicht so berauschend ist.

Bitte beachte bei der Reiseplanung die Einreise- und Transportbestimmungen des jeweiligen Fähranbieters. Auf die Insel kommt man nämlich am besten per Schiff. Es gibt natürlich auch noch die Variante Eurotunnel, aber meist ist die Überfahrt mit dem Schiff zwar länger, dafür aber günstiger. Und per Schiff gibt es zwei Alternativen...

Wie kommt man rüber?

​Eine Möglichkeit, mit dem Schiff nach Schottland zu kommen, ist die Überfahrt von Amsterdam nach Newcastle mit DFDS Seaways. Dabei geht es am späten Nachmittag in Amsterdam los und am nächsten Morgen kommt man in Newcastle an. Der Vorteil ist, dass du hier schon relativ weit im Norden Englands ankommst und es bis nach Schottland nicht mehr weit hast.

Bis vor kurzem war es leider nicht möglich, seinen Hund für die 15-stündige Überfahrt mit in die Kabine zu nehmen. Der Hund musste die komplette Zeit im Auto oder Wohnwagen im unteren Teil des Schiffes bleiben. Dieser Teil durfte während der Überfahrt nicht betreten werden. Für uns ein Grund, warum wir diese Alternative nicht wählen würden, aber angeblich soll sich das mittlerweile geändert haben. Offensichtlich hat DFDS dem Drängen der Hundefreunde nachgegeben und einige Hundekabinen zur Verfügung gestellt. Da am besten fragst du mal direkt bei DFDS nach, wenn diese Option für dich in Frage kommt.

Die zweite Möglichkeit, für uns Hundehalter bislang die beliebteste, ist die Überfahrt von Dünkirchen nach Dover. Hier ist man nur ca. 2 Stunden unterwegs. Auch in dieser Zeit muss der Hund im Auto bleiben, aber das sollte für die meisten Hunde machbar sein. Informationen zu dieser Verbindung gibt es ebenfalls auf der Website von DFDS.

Der Nachteil ist hier natürlich, dass man zuerst durch ganz England muss, bevor man endlich in Schottland ankommt. Dafür kann man sich samt Hund nach der Ankunft die spektakulären weißen Klippen von Dover anschauen und das Ganze gleich mit einer Gassirunde verbinden. Entlang der Ostküste lässt es sich dann am besten weiter Richtung Norden reisen.

Übernachten mit Hund

Für meinen Plan, möglichst viel Natur und Freiheit im Schottlandurlaub zu haben, eignet sich am besten die Reise mit einem Wohnmobil. Das kann das Lieblingsherrchen dann fahren, der ist das ja gewohnt, auf der falschen Straßenseite unterwegs zu sein. Denn nicht vergessen: Auf der Insel herrscht Linksverkehr! Das Lieblingsrudel auf Tour! Stelle ich mir super vor! 🙂

Es gibt in Deutschland bereits einige Anbieter, die sich auf die Vermietung von Wohnmobilen mit Hund spezialisiert haben. Da musst du sicher ein bißchen gucken, ob es einen in deiner Nähe gibt. Solltest du in deiner Region nicht fündig werden, dann wende dich an einen der größeren Anbieter und frage gezielt nach. Oft sind ein oder zwei Fahrzeuge auch für Hundehalter verfügbar.

Sollte die Wohnmobil-Variante für dich nicht in Frage kommen, gibt es auch viele Hotels, Bed and Breakfast und Ferienwohnungen, in denen Haustiere erlaubt sind. Eine gute Seite mit hundefreundlichen Unterkünften ​findest du hier.

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Schottland ist ein wahres Wanderparadies, besonders für Menschen, die einsame, raue Landschaften, lange Wanderungen und wilde Berge lieben. 4 Regionen (mit jeweils 5-7 Touren) werden vorgestellt. Alle Gebiete befinden sich in den Highlands, zwei in den Nationalparks - Loch Lomond und Trossachs, Cairngorms - und zwei im Westen des Landes - Lochaber, Wester Ross.

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​Für mich steht Schottland (zumindest mit den Hunden) noch auf meiner Wunschliste. Ohne Hunde war ich schon oft da, doch bald werde ich mir meinen Traum von einer Wohnmobil-Tour mit den Vierbeinern verwirklichen. Und ich freue mich drauf. Die Reiseroute und die besten Tipps für tolle Wanderungen veröffentliche ich dann hier.

Warst du mit deinem Hund schon mal in Schottland und kannst Tipps geben? Dann lass sie uns wissen in den Kommentaren, bei Facebook oder Instagram und teile deine Erfahrungen mit dem ganzen Lieblingsrudel. Wir freuen uns auf deine Tipps.

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