Alter Hut

Was der Hund lernt

Wie es besser geht

Ein Hund, der im Weg liegt, macht das immer mit Absicht! So lenkt er alle Aufmerksamkeit auf sich. Deshalb immer wecken und verscheuchen.

Für einen Hund ist das sehr unhöflich. Denn so würden sich Kaniden im Rudel niemals benehmen. Wer ruht oder schläft, wird in Ruhe gelassen.

Ist das Haus rappelvoll mit Gästen, kann es sinnvoll sein, den Hund an einen Platz zu schicken, an dem er alles im Blick und trotzdem seine Ruhe hat. Auch auf das Belagern beim Kochen kann mit Wegschicken reagiert werden. Für den Rest des Lebens gilt: Wir brechen uns keinen Zacken aus der Krone, wenn wir schlafende Hunde nicht wecken, sondern freundlich behandeln und um sie herum laufen.

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Den Hund niemals ein Spiel beginnen oder beenden lassen! Du entscheidest, wann Spaß angesagt ist. Aber nur nach deinen Spielregeln!>Wie schade! Dieser Mensch verpasst die große Chance, Kreativität und Humor beim Hund zu fördern. Der ständige Spielabbruch sorgt für Stress, sodass Spielen bald ganz gelassen wird.> Hundechefs haben es nicht nötig, immer alles zu entscheiden, es genügt ihnen, wenn es die wichtigen Sachen sind. Abseits dieser Ernsthaftigkeit des Lebens haben sie kein Problem damit, sich albern zu geben und innig mit anderen zu spielen, ganz egal wer angefangen hat oder wer irgendwann die Lust verliert. Spielen sorgt schließlich für schöne Gefühle und stärkt die Bindung.

Auflegen von Pfote oder Kopf verhindern. Das ist eine Dominanz- oder Bettelgeste, mit der Hunde uns manipulieren möchten!> Die Geste kann je nach Situation auch das Bedürfnis nach Nähe signalisieren. Wird dem Hund dies verboten, fühlt der Hund sich abgelehnt, was bindungsstörend sein kann. > Verhalten müssen wir immer situativ betrachten und entsprechend reagieren. Wenn ein Hund beim Betteln die Pfote auflegt, schicke ich ihn weg, legt er mir beim Fernsehen den Kopf auf den Bauch, bin ich froh über die Kuscheleinheit.

Hund beim Spiel nicht gewinnen lassen! Sonst denkt er, er wäre der Bessere, Schnellere und Schlauere, und entwickelt Chefallüren!> Wer nie gewinnen darf, verliert schnell die Lust am Spielen. Wie traurig, denn genau hier könnten wir uns als Mensch mit Wow-Effekt profilieren!> Das Schöne am Spiel sind gerade die Rollenwechsel: Der Schüchterne darf mal böse sein, der Schwächling der Starke. Ein guter Boss hat es nicht nötig, immer Gewinner sein zu müssen, er liegt gern unten und lässt sich erlegen. Wenn die Beziehung stimmt, lieben Hunde souveräne Anführer mit viel Sinn für Humor!

Hund beim Heimkommen nicht begrüßen! Durch die Begrüßung wird er mit der Zeit immer ungestümer an uns hochspringen!> Hunde, die getrennt waren, begrüßen einander herzlich. Menschen tun das auch – deshalb eint uns Menschen dieses Begrüßungszeremoniell mit der Familie der Kaniden. > Hunde sollen beim Begrüßen mit allen vier Pfoten auf dem Boden bleiben und warten, bis wir die Einkaufstaschen abgestellt haben. Aber dann sollten wir ihnen zeigen, dass auch wir uns freuen! Eine Studie hat gezeigt, dass Hunde ohne Begrüßung viel mehr Stresshormone im Blut haben.

Angst des Hundes ignorieren! Sonst bestärkst du die Angst nur noch, und das verschlimmert alles!> Der Hund fühlt sich schutzlos, gerät in großen Streß, sieht keinen anderen Ausweg, als das Problem selbst zu lösen. Die bevorzugte Strategie verzweifelter Angsthasen: Angriff ist die beste Verteidigung!> Wir sind für den Hund der sichere Hafen. So können wir uns vor den Hund stellen, wenn er zu massiv bedrängt wird, und den Raufer wegschicken. Oder wir beruhigen durch unsere Präsenz. Wichtig: Gleichzeitig sollten wir kleine Angsthasen langsam und positiv an Reize gewöhnen, damit sie langfristig in der Lage sind, Probleme selbst zu lösen.

Kategorien: Hundetraining

2 Kommentare

Katja · 1. März 2018 um 14:59

Ich danke Ihnen für den interessanten Artikel. Es gibt wirklich viele Erziehungstipps die für die Tonne sind. Ich sehe im Internet nur immer ein ganz großes Problem, speziell für Neulinge, die sich einen Hund anschaffen möchten. Es gibt einfach zu viele verschiedene Meinungen. Man weiß nicht welche Tipps man befolgen soll.

    Franziska · 1. März 2018 um 21:19

    Hi Katja,
    danke für dein Feedback. Da hast du Recht, es ist alles viel zu verwirrend, was da im Internet geschrieben steht. Es ist aber auch nicht immer leicht, so individuelle Beziehungen wie zwischen Mensch und Hund in kurze Sätze zu fassen. Da kommt es doch eher auf die Persönlichkeiten an, die man vor sich hat. Ich bin deshalb ein großer Fan vom Bauchgefühl und bin damit bisher ganz gut gefahren. Aber als Anfänger kann man schon schnell verunsichert sein, da gebe ich dir absolut Recht. 🙂
    LG Franziska & das Lieblingsrudel

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